Haptic
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Wenn man Henning Skibbes Schrift Haptic in sehr groß anschaut, bekommt das Wort Groteskschrift plötzlich seine Berechtigung zurück: Die Haptic ist tatsächlich eine groteske Schrift. Und das war auch Hennings selbst abgesteckte Herausforderung: Wie viel Eigenwilligkeit kann eine Textschrift ertragen?
Das Ergebnis ist beeindruckend. Mit ihren runden Anstrichen, den leicht schrägen Abstrichen und den vielen fröhlichen Schwüngen strahlt die Haptic Freundlichkeit und Wärme aus – ohne dabei an Seriösität zu verlieren. Die Haptic dürfte besonders gut im Corporate Design funktionieren, wenn ein Unternehmen auf subtile Weise zugänglich und sympathisch aussehen möchte. Wortmarken und Überschriften sind charmant und einprägsam, Fließtext lässt sich hervorragend lesen.
Die ersten Schnitte der Haptic entstanden im Rahmen von Henning Skibbes Diplomarbeit an der Fachhochschule Potsdam bei Prof. Luc(as) de Groot und Prof. Betina Müller. Nachdem Henning eine weitere Menge Arbeit in Schnitte und Ausbau investiert hatte, wurde die Mühe entlohnt: Beim TDC²-Schriftwettbewerb 2009 wurde die Haptic mit einem Certificate of Typographic Excellence in Type Design ausgezeichnet.
Die Haptic gibt es in 14 Schriftschnitten mit jeweils 520 Zeichen in der Pro-Version, was den Einsatz in vielen Anwendungen und Sprachräumen ermöglicht. Darüber hinaus bietet die Schriftfamilie eine echte Kursive, in der Pro-Version auch Kapitälchen, verschiedene Ziffernformate und Ligaturen. Etwas weniger typografische Möglichkeiten gibt es in der günstigeren Einsteiger-Version, ohne den Pro-Zusatz.































