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Facit

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Facit ist eine zeitgenössische Textfamilie ohne Serifen. Tim Ahrens geht Lesbarkeit über Originalität, Funktion über Mode. »Es ist unmöglich, eine un-konventionelle Schrift zu entwerfen. Schrift ist Konvention pur. Deswegen können wir die geschriebenen Worte anderer überhaupt erst lesen.« Bei aller schnörkellosen Sachlichkeit – fade ist die Facit nicht. Ihr Gestalter beschreibt sie als ausgewogene Synthese bestehender historischer und moderner Formprinzipien.

Ab sofort ist die Facit zu einem neuen, radikal reduzierten Preis erhältlich: Einzelne Schnitte kosten $29 (statt bisher $58) – das sind umgerechnet nicht einmal €20. Die komplette Familie mit 12 Fonts ist für $179 (war $348), also rund €142, zu haben.


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Die sechs Strichstärken – alle mit Kursive, Kapitälchen und kursiven Kapitälchen ausgebaut – bieten hohe gestalterische Flexibilität. Mit über 720 Glyphen pro Font ist Facit hinsichtlich der Unterstützung von Fremdsprachen mit den Pro-Fonts von Adobe vergleichbar.

Durch ihre dicktengleichen Versal- und Mediävalziffern für Tabellen lässt sich die Schrift auch ausgezeichnet im Finanzbereich einsetzen. Für die Anwendung im Text gibt es beide Ziffernstile zusätzlich in proportionaler Ausführung, ferner sind hoch- und tiefgestellte Ziffern sowie Bruchziffern enthalten.

Per OpenType-Funktion erhalten versal gesetzte Passagen automatisch eine größere Laufweite. Satzzeichen, Klammern, Währungssymbole, @ & % etc. passen sich abhängig vom Kontext in Position oder Größe an.

Zu einigen Buchstaben sind Alternativformen verfügbar. So kann bei Bedarf etwa ein einstöckiges a oder ein U mit Abstrich aufgerufen werden.

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Tim Ahrens arbeitet in England: sowohl als Schriftgestalter als auch als Architekt. Vor seinem MA in Typeface Design an der University of Reading absolvierte er ein Architektur-Studium in Karlsruhe. Bereits 2000 wurde sein erster Schriftentwurf – eine auf Renaissance-Proportionen beruhende Serifenlose – als Linotype Aroma veröffentlicht. 2005 gründete er dann unter dem Namen Just Another Foundry sein eigenes Label.

Tim ist in der Typo-Szene bekannt dafür, sich neben der Gestaltung selbst auch über die dazu nötigen Werkzeuge und Techniken Gedanken zu machen. Mit den Remix Tools bietet er eine Serie von Plugins an, die den Entwurfs- und Produktionsprozess von Fonts erleichtert. Dieses Jahr veröffentlichte er ein Buch über Fonts mit Designgrößen (Optical sizes – für bestimmte Grade optimierte Schnitte) und die dazu nötigen größenspezifischen Anpassungen.

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Facit steht in einer Traditionslinie mit anderen in den letzten 15 Jahren populären Serifenlosen. Die Formen der Facit sind nüchtern und rational, aber nicht mechanisch-konstruiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Groteskschriften hat sie eine prägnante – nicht bloß geneigte – Kursive; mit eigenen, von der Aufrechten deutlich unterschiedenen Formen. Dabei folgt sie den Formprinzipien geschriebener Schrift jedoch weniger streng als es die neo-humanistischen Serifenlosen holländischer Prägung tun. Die Striche verjüngen sich zwar zu den Einläufen hin, von einem Kontrast kann aber keine Rede sein. Facit positioniert sich als undogmatische Schlussfolgerung unterschiedlicher Einflüsse.

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Facit in Anwendung: ›ArteBregaglia‹, ein Büchlein, das einen Kunstparcours durchs Bergell (Val Bregaglia; am Südrand der Schweiz) dokumentiert.

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In dieser zweisprachigen Publikation wurde Facit mit einer japanischen Sans (Hiragino Kaku Gothic) kombiniert. Bei beiden Typen sind die Strichenden radial abgeschnitten (also nicht horizontal wie bei der Helvetica oder vertikal wie beim c der Futura). Auch sind beide durch einen strikten Gleichstrich gekennzeichnet, weisen dabei aber eine freie, nicht-konstruierte Kurvenführung auf.

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