Cowboyslang
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Hannes von Döhren (HVD Fonts) veröffentlicht seit einiger Zeit regelmäßig Schriften von außerordentlicher Qualität.
Neben ernsthafteren Schriftfamilien wie der Brevia zeigt uns Hannes mit Experimenten wie der Cowboyslang, dass er trotz seines wahnsinnigen Fleißes seinen Humor nicht verliert.
Unverblümt und frech mischt Hannes in der Cowboyslang Saloonbeschriftung mit zeitgemäßer Formensprache. Egyptienne triff auf eierige Kontraste und krumme Linien; das ganze ausgesprochen fett und charakterstark. Cowboyslang riecht nicht nach Retro oder Historienkitsch, sondern passt bestens ins hier und jetzt.

Condensed, Regular und Expanded werden vervollständigt durch einen liebevoll gezeichneten Ornament-Schnitt, der nicht nur Ornamente, sondern auch Piktogramme und inszenierte Worte passend zum Western-Genre enthält. Selbstverständlich sucht man nicht lange nach Revolver, Büffel und Ochsenschädel, darüber hinaus stehen aber auch praktische Pfeile und Hände sowie florale Formen zur Verfügung. Das Lied vom Tod spielt die Cowboyslang weniger, ihr vorlautes Auftreten erinnert eher an Vier Fäuste für ein Halleluja.

Wie es für diese junge Generation ambitionierter Typedesigner schon fast selbstverständlich ist, verfügt die Cowboyslang über einen hervorragend internationalisierten lateinischen Zeichensatz – mit exotischen Akzenten als jeder Schildermaler im Wilden Westen in seinem Leben gesehen haben dürfte.
Alleine die Fontsamples sind es mal wieder wert, die MyFonts-Seite zu besuchen. Kartoffeldruck auf speckigem Lappen lässt die Cowboyslang so richtig wirken. Erhätlich ist das Komplettpaket zum günstigen Preis von $99, einzelne Schnitte ab $25.



























