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Ingeborg

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Die sympathischen Typejockeys aus Wien führen mit ihrem Portfolio vor, wie Lettering als entscheidendes Zahnrad in gestalterischen Gesamtkonzepten und ganzheitlichen Erscheinungsbildern funktionieren kann.

Die Kundenprojekte der Typejockeys Anna Fahrmaier, Thomas Gabriel und Michael Hochleitner leben von maßgeschneiderten Buchstaben. Nicht nur Schriftzüge, auch ganze Schriften entstehen exklusiv – sogar für kleinere Kunden. Die Typejockeys schreiben und malen sogar direkt vor Ort auf Schilder und Wände Ihrer Auftraggeber.

Ein besonderes Schmankerl ist die schon seit längerem erhältliche Schriftfamilie Ingeborg.

Ein angloamerikanischer Muttersprachler mit Star-Trek-Affinität missversteht den Wortteil Borg eventuell als Hinweis auf assimilierende Lebensformen. Wir hingegen wissen Ingeborg als wunderbar nordisch-altmodischen Namen einzuschätzen, der bestens zu dieser entzückenden Schrift passt.

Schon auf den ersten Blick unverkennbar in der Tradition Bodonis gehalten präsentiert sich Ingeborg: perfekt geschnittene Silhouetten mit fragilen Serifen und feinen Verbindungen, mit denen die kräftigen bis schwergewichtigen vertikalen Latten zusammengehalten werden.

Knollige Tropfen und Stilbrüche an unkonventionellen Stellen geben der Ingeborg trotz ihrer konservativen Grundhaltung genug Eigenständigkeit, um sich von anderen klassizistischen Antiquas abzuheben. Sie wirkt insgesamt frischer und zeitgemäßer und bietet mehr gestalterische Möglichkeiten als ihre Vorfahren, was selbstverständlich auch an ihrer direkten Geburt ins digitale Umfeld liegt.

Details wie die offene Schlaufe am g und das ausgeflippte kursive y erfreuen den Kenner. Gewitzte kontextsensitive Alternativformen, erweiterte Ligaturen und dekorative Schwungformen begeistern den OpenType-Typografen.

So schön sie auch sind, manche Ligaturen sind nach den deutschen Konventionen eigentlich fehl am Platz: In ›aufbäumen‹ und ›Schifffahrt‹ darf keine Verbindung über die Wortfuge hinweg gesetzt werden – Typefacts erklärt es im Detail.

Ingeborgs Sprachfähigkeiten sind hervorragend. Eine ultrafette und sogar eine Unicase-Variante runden das Angebot ab. Die Kontur-und-Relief-Version ist eindeutig eine Hommage an die Dollar-Banknote und würde sich auf dieser wesentlich besser machen als die neuerdings verwendete Helvetica.

Ingeborg existiert, wie beispielsweise auch die Novel, außerhalb von Moden und Trends – somit ist sie eine solide Investition, an der man viele Jahre Freude haben kann.

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