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unsichtbar – Bericht aus Raabs, Teil 2


Nachdem es in Teil 1 des Berichts vom Symposion der Typographischen Gesellschaft Austria (tga) um die Vorträge von Dirk Wendt, Georg Seifert, Tim Ahrens, Friedrich Forssman und Maryanne Wolf ging, wird hier nun von den Beiträgen der zweiten Programmhälfte erzählt.

Belvedere vom Burgbalkon: Blick auf Raabs und die Thaya

Ad-hoc-Wegeleitsystem, gesetzt aus der Novel Sans von Christoph Dunst

Kampf dem Muskelkater

Der Samstag beginnt mit ›Mehrwert durch Grauwert‹, dem Beitrag von Martin Tiefenthaler. Lesen ist unnatürlich, so Tiefenthaler. Unser Auge lässt sich gerne ablenken, da es sich einst dafür entwickelt hat, Gefahren wie anschleichende Säbelzahntiger rechtzeitig zu erkennen. Wir sehen selektiv. In einem Experiment, in dem das eine Auge eine schwarze Fläche, das andere eine Katze vorgesetzt bekommt, nehmen wir nur die Katze war – die Null-Information wird vom Hirn weggefiltert. Ersetzt man aber die schwarze Fläche mit einem wackelnden Besen, so fixieren wir automatisch auf die Bewegung und scheitern nun daran, das Bild der Katze wahrzunehmen.

Bereits in den 1960ern zeichnete der Psychologe Alfred Yarbus Augen­bewegungen auf. Beim Betrachten eines Gemäldes ergab das eye tracking ganz unterschiedliche Muster und Knotenpunkte, je nachdem, welche Fragen er den Probanden zur dargestellten Szene stellte. Nachdem es also verschiedene Seh-Modi gibt, besteht die Kunst der Typografie darin, das Auge auf die Zeile zu zwingen und dort zu halten. Bildhaftes wie Gassen im Blocksatz oder formsatzartige Beulen im Flattersatz sind deshalb so störend, weil das Auge vom lesenden Textmodus in den schauenden Bildmodus wechselt.

Lesen ist eine körperliche Tätigkeit. Wer das selbst nachvollziehen mag, dem sei ein simpler Test empfohlen: Man schließe beim Lesen ein Auge und lege den Finger auf das geschlossene Lid. Es ist fast erschreckend zu spüren, wie die Muskeln das Auge hin- und herreißen. Übermäßige Muskelarbeit ist aber alles andere als gut. Auch Typografie muss daher ergonomisch sein, denn »drei Tage Kopfweh sind das Ende aller Philosophie« – siehe hierzu auch den Bericht von den TypeTalks Posen, wo Tiefenthaler einen verwandten Vortrag gehalten hat. »Das Lesen muss so mühelos vonstatten gehen, dass nicht nur der Inhalt aufgenommen werden kann, sondern gleichzeitig auch eigene Gedanken möglich sind.«

Von den Vorzügen der Comic Sans

Als nächstes steht ein Austrian double feature an: Rainer E. Scheichelbauer und Marcus Sterz kritisieren die typografische Ignoranz vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Exemplarisch nehmen sie eine an der Universität von Princeton gemachte Studie auseinander, deren auf den ersten Blick erstaunlichen Ergebnisse im letzten Jahr die Runde machten. Deren Kernaussage: Wer mit Lehrmaterial in schlechter lesbarer Schrift lernt, kann sich den Stoff besser merken.

Dabei wurde eine schiefgestellte Comic Sans bedenkenlos als ›schlecht lesbar‹ benannt und gegen die für ›gut lesbar‹ erachtete Arial getestet – natürlich ohne jemanden mit typografischem Fachwissen zu Rate zu ziehen. Leicht hätte ein solcher darlegen können, dass die Sache nicht so einfach ist. Die Arial läuft enger und hat einen geringeren optischen Zeilenabstand. Sie besitzt geschlossenere Formen (vgl. Buchstaben wie e, g, M), hat eine schlechter ausgewogene Verteilung von Schwarz- und Weißanteilen bzw. Innen- und Außenformen (zu sehen an n, o) und weist eine Reihe ähnlicher, leicht verwechselbarer (rnm, Il) und formgleicher Zeichen (dbqp) auf. In all diesen Punkten kann die Comic Sans trotz ihres schlechten Leumunds punkten. Die elektronische Verschrägung mag ein handwerkliches Tabu sein, ihrem Charakter als Handschrift kommt sie aber entgegen, oder ist ihr zumindest nicht abträglich. Obendrein gewährten die Wissenschaftler der Arial einen ›Vorsprung‹ und setzten sie deutlich größer – in 16 Punkt, gegenüber Comic Sans in 12 Punkt. Nicht bedacht wurde, dass größer nicht unbedingt besser ist, ja, dass 16 Punkt bereits zu groß sein kann. »Wir lesen keine Fonts, sondern den gesamten typografischen Aufbau.« Nicht die schlechtere Schrift führte in Princeton zu besseren Lernergebnissen, sondern die überlegenere Typografie.

Rainer Scheichelbauer stellt die von ihm entwickelte Tastaturbelegung Austrian Extended vor, mit der sich nicht nur häufig benötigte Sonderzeichen slawischer Sprachen, sondern »wirklich alles« tippen lässt. Wenn er nicht gerade Schriftgestalter wie Viktor Solt-Bittner bei den technischen Aspekten der Fontproduktion unterstützt, übersetzt der Nederlandistik-Student Bücher, zuletzt Wie man’s liest von Gerard Unger.

Marcus Sterz ist aktuell wohl einer der produktivsten Typedesigner. Zwei seiner Schriften, Aeronaut und Ivory, hatten wir an dieser Stelle bereits vorgestellt. Hier zu sehen ist die Lignette – nur eine von mehreren sehenswerten Neuheiten aus dem Hause FaceType.

»Pardon, Sie haben da etwas Comic Sans auf Ihrem Leiberl.« Der Moderator nimmt’s gelassen.

Angeregte Diskussionen während der ausgedehnten Pausen im Renaissancehof. Wem bei hochsommerlichen 35 Grad der Kopf raucht, nimmt alternativ ein kühles Bad in der Thaya.

Die tga versteht, worauf es bei einem Symposion ankommt: Nicht nur für das geistige, auch für das körperliche Wohl ist bestens gesorgt. Die Speisekarte im Programmheft präsentiert Cuisine autrichienne in Novel Sans.

Vermittlerin zwischen zwei Welten

Sogenannte Labo-Fonts: Mit parametrisch aufgebauten Schriften erleichtern sich Wahrnehmungspsychologen das Testen von Faktoren wie Serifenlänge – und vergessen darüber, dass ihre Kreationen nichts mit der typografischen Realität gemein haben, kritisiert Ann Bessemans.

Nach der Mittagspause wirbt Ann Bessemans für mehr Austausch zwischen Schriftgestaltern und Kognitionswissenschaftlern. Die Belgierin, die selbst als studierte Grafikdesignerin einerseits und Stipendiatin von Microsofts ClearType & Advanced Reading Technologies Group andererseits beide Seiten kennt, will im Rahmen ihrer Dissertation eine Schrift entwickeln, die Kindern mit Sehschwäche beim Lesenlernen hilft. Wie ihre Vorredner zitiert sie haarsträubende Belege für die mangelnde Kommunikation zwischen den Disziplinen. So wurden in einer frühen Lesbarkeitsstudie die Vorteile von ›seraphed‹ gegenüber ›unseraphed letters‹ gepriesen. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich dieses so beschriebene Pärchen nicht etwa als Schriften mit und ohne Serifen. Nein, gemeint waren Gemischtschreibung und Versalsatz! Es ist an der Zeit, dass Typografie und Wissenschaft aufeinanderzugehen und die wechselseitige Bedeutung anerkennen.

Lesbarkeit auf engstem Raum

In Luc(as) de Groots Vortrag geht es um die praktische Frage, wie sich angenehmes Lesen und Platzknappheit unter einen Hut bringen lassen. Der Berliner Holländer hat sich umgesehen, welche Schriften als platzsparend und gut geeignet für kleine Größen beworben werden. Ausgehend von einer Zeitungssituation mit schmalen Spalten testet er eine Reihe von Fonts und versucht bei konstanter Kolumnengröße und Textmenge, durch Manipulation der einzelnen Parameter möglichst viel aus den Schriften herauszuholen. Bei De Groot sind das 8 Stellschrauben (vgl. F. Forssmans magisches Quadrat): Schriftgrad, Zeilenabstand und -länge, Zeichenabstand, Kerning, Mikrotypografie (z.B. Anführungszeichen), Satzart und – oft unterschätzt – Wortabstand. Unter den Probanden befinden sich Klassiker wie Bell Centennial (»nicht so gut«) und MT Grotesque (»Gar nicht gut, besonders im Deutschen mit den vielen Versalien ist sie sehr fleckig.«), neuere Entwürfe wie Zocalo, Miller, Premiéra und CamingoDos, plus einige eigene, darunter TheSans, TheSerif und Tazzer. Ein Font nach dem anderen wird knapp bewertet.

Auch die Schattenachse kann ein Effizienzfaktor sein: Bei vertikalem Kontrast (oben) können sich die Striche engstehender Buchstaben zu Flecken addieren. Schriften mit geneigter Kontrastachse (unten) sind weniger stark von diesem Problem betroffen. — Abbildung aus einem Buch, an dem De Groot zur Zeit arbeitet

Zwar ist das Geschmacksurteil des an der FH Potsdam lehrenden Professors visuell nachvollziehbar. Da es aber außer dem subjektiven Eindruck keine Kriterien gibt, bleiben die Erkenntnisse vage: Kleine Schrift darf tendenziell etwas fetter sein. Slab-Serifs sind selten Raumsparwunder. Bei schmalen Schriften heben sich Vor- und Nachteile gegenseitig auf: Was sie in der Horizontalen einsparen, muss man an Durchschuss dazugeben, da sie vertikal betont sind. Fazit: Hohe Lesbarkeit pro Quadratzentimeter lässt sich mit Eleganz und Anmut selten vereinbaren. Zum Glück ist sie meist auch gar nicht erforderlich.

Gipfeltreffen der deutschsprachigen Typoliteraten: Jost Hochuli, Ralf de Jong und Friedrich Forssman an einem Tisch. Die drei Kapazunder zeichnen für einen Gutteil des kürzlich von Christoph Koeberlin zusammengetragenen typografischen Kanons verantwortlich.

Mit dem Falzbein ins Felsenstüberl

Weit mehr als ein Pausenfüller ist der von Babsi Daum und Andreas Ortag angeleitete Buchbinde-Workshop. An den Nachmittagen (und auch in manchen späten Abendstunden) wird fleißig gefalzt, geklebt und geheftet. Da die Burg mit einer Bleisatzwerkstatt ausgerüstet ist, sind sogar druckgrafisch veredelte Umschläge möglich.


Am Sonntag mittag werden die selbstgemachten Broschuren im Felsenstüberl präsentiert. Spätestens jetzt ärgern sich diejenigen, die nicht beim Buchbinden mitgemacht haben, über ihre eigene Faulheit.

Bleisatz-Version der Koch-Antiqua


Zeremonienmeister Clemens Theobert Schedler kündigt am Sonntagvormittag den vorletzten und am weitesten gereisten Sprecher an: Kevin Larson.

‘We didn’t create the Frankenfont.’

Diskrepanz zwischen Form und Inhalt: Bei dem Versuch, die Tierarten durchzugehen und jeweils als schwer oder leicht zu klassifizieren, wird einem die rechte Spalte in arge Schwierigkeiten bringen. Analog lässt sich das auch mit Farbnamen spielen, die in unpassenden Farben dargestellt sind.

Der für Microsoft tätige Wahrnehmungspsychologe Kevin Larson rekapituliert die jüngeren Entwicklungen auf dem Bereich der Lesbarkeitsforschung. Er beginnt seine Präsentation mit dem allseits bekannten Beispiel, bei dme alel Bhucsabtne drcuhneinadregwerüflet wudern udn mna dne Txet torztdme lsene knan. Dieser Effekt widerspricht der lange gepflegten Theorie, dass der Umriss des Wortbild bei der Erkennung von Worten die Hauptrolle spielt. Eine Studie von Rayner, White, Johnson, & Liversedge (2006) ergab, dass die Lese­geschwindigkeit unterschiedlich stark sinkt: Werden nur Buchstaben innerhalb des Wortes vertauscht, lässt sich der Satz zwar langsamer lesen als ohne Eingriffe, aber schneller als wenn auch die Endbuchstaben betroffen sind. Am wichtigsten sind die Anfangsbuchstaben: Werden auch sie mitgemischt, dauert das Lesen am längsten.

Gleichzeitig hilft der Wortkontext bei der Zeichenerkennung: Der Buchstabe ›r‹ wird besser erkannt, wenn man ihn innerhalb eines Wortes wie z.B. ›work‹ zeigt – besser als etwa in einem Nichtwort wie ›okrw‹, aber auch besser als wenn er isoliert steht! Während des Lesens greift neben dem Bottom-Up- auch ein Top-Down-Effekt – vgl. dazu den Vortrag von Dirk Wendt.

Tippfehler werden öfter überlesen, wenn sie das Wortbild unverändert lassen (Beispiel: ›tesf‹ statt ›test‹). Interessanterweise ist die Buchstabenform von größerer Bedeutung als die Wortform: Wird das Wort ›than‹ falsch geschrieben, bleiben Fehler mit ähnlicher Buchstabenform (›tnan‹) häufiger unbemerkt wie solche mit ähnlichem Wortumriss (›tban‹). In Testreihen wurden Einzel­buchstaben verschiedener Fonts auf schnelle Erkennbarkeit getestet. Beim kleinen ›s‹ lag die Centaur vorn, beim kleinen ›a‹ dagegen die Verdana. Wenn aber die Einzelzeichen ausschlaggebend sind, könnte man dann nicht die jeweils besten Buchstaben extrahieren und daraus einen unschlagbaren Überfont kompilieren? Nein, erklärt Larson, denn ein solcher ›Frankenfont‹ wäre inkongruent und ließe das menschliche Bedürfnis nach Harmonie und Regelmaß außer acht.

Gute Nachrichten für die Typografie: Zwar haben Kapitälchen, Mediävalziffern, Unterschneidungen und Ligaturen weder messbare Auswirkungen auf Lesegeschwindigkeit und Textverständnis, noch empfinden die Leser eine Vorliebe für solche optimierten Satzdetails. Allerdings runzeln Konsumenten gut gemachter Typografie seltener die Stirn. Auch erzielen sie nach der Lektüre wohlgeformter Texte bessere Ergebnisse bei kognitiven Aufgaben.

Trüffelsuche im Tessin

Jost Hochuli besorgt den krönenden Schlusspunkt. Er zeigt Schätze aus dem Besitz von Jan Tschichold. Während das Arbeitsarchiv des bedeutenden Typografen, Lehrers und Autoren (1902–1974) längst in Leipzig untergebracht ist und das Getty Center seltene Originale und Briefwechsel mit Herbert Bayer, El Lissitzky oder Piet Zwart beherbergt, verblieb Tschicholds Arbeitsbibliothek zunächst im schweizerischen Berzona. Letztes Jahr gelangte sie als Schenkung der Erben an die Kantonsbibliothek Vadiana in St. Gallen. Hochuli, der mit der Familie um Schwiegertochter Lilo Tschichold-Link befreundet ist, kam die Aufgabe zu, die Bestände zu sichten.

Zum Vorschein kamen seltene Fachbücher wie etwa Poeschels Zeitgemäße Buchdruckkunst von 1904, Werke von Oldrich Menhart und Jan van Krimpen, und sämtliche eigenen Bücher (allein vier Exemplare der Neuen Typographie ) – oft »versteckt« zwischen gewöhnlichen Titeln aus Belletristik und Kunstgeschichte. Daneben gibt es Schrift- und Papiermusterbücher und zahlreiche Jahrgänge von Zeitschriften wie dem Journal der Buchdruckerkunst oder dem Zwiebelfisch.

Viele Stücke hat Tschichold mit Vermerken versehen, als wolle er seinen Erben bei der Einschätzung des antiquarischen Werts behilflich sein: »selten«, »sehr selten«, »äußerst selten«! Besonderen Wert hat die Bibliothek eben auch, weil sie derart »getrüffelt« ist: Anstelle ordinärer Lesezeichen finden sich hier Briefe von und an Paul Standard oder Jack Stauffacher. Eigene und fremde Aufsätze, Rezensionen und sarkastische Kritiken sind eingelegt. Vielfach ist der Rand mit Kommentaren gefüllt, die die Schwächen eines Textes treffend benennen und nur selten beipflichtend ausfallen. Eine zweisprachige Publikation über die Sammlung ist in Vorbereitung und kann voraussichtlich Ende 2012 veröffentlicht werden.

Die siebte Nummer von The Fleuron mit einem von Jan van Krimpen gezeichneten Titel – in dieser Form nur in 210 Exemplaren aufgelegt. Selbstverständlich ist auch diese gesuchte Ausgabe in Tschicholds Sammlung enthalten.

Ein Sackerl voller Schmankerl

Als materielle Erinnerung an Raabs gibt es für jeden Teilnehmer eine Tasche, in der u.a. einige schöne Schriftmuster stecken.

Allegra heißt ein serifenloser, noch unvollendeter Schriftentwurf von Jost Hochuli.

Georg Salden ist zwar nicht in persona in Raabs anwesend, dafür aber mit einem starken DIN-A2-Poster vertreten. Seine in Kooperation mit Ludwig Übele produzierten digitalen Fonts sind über TypeManufactur zu beziehen.

Just Another Foundry, der Schriftverlag von Shoko Mugikura und Tim Ahrens, hat vor kurzem seinen Sitz nach Berlin verlegt. Gespannt darf man auf die angekündigte JAF Garamond sein, eine weitere Interpretation des Klassikers, die demnächst in 4 optischen Größen erscheinen soll.

Sneak Peek: Die geometrische Sans-Serif des österreichischen Reading-Absolventen Wolfgang Homola wird in Kürze unter dem Namen Soleil bei TypeTogether veröffentlicht.

Wenn es um Schrift in Österreich geht, sind die umtriebigen Typejockeys meist nicht weit: In Raabs stellen sie ein neues Letterpress-Kooperationsprojekt vor und bewerben Kolonel Printinger mit einem wunderschönen Lesezeichen.

Praktisch und schick: Hauptsponsor Antalis hat ein Notizbüchlein mit diversen Papiersorten beigesteuert, verziert mit der kostenlos erhältlichen Schriftsippe AW Conqueror aus dem Hause Porchez Typofonderie.

Für den Büchertisch wurde zentnerweise typografische Fachliteratur ins Waldviertel gekarrt. Auch die Publikationen einiger Symposionssprecher können hier erworben werden, um sich so zu Hause weiter in die Materie zu vertiefen.

Servus Raabs!

Die Organisatoren nehmen den wohlverdienten Applaus für ein rundum gelungenes Symposion entgegen: Martin Tiefenthaler, Karen Gröbner und Erich Monitzer von der tga.

Die Besonderheit von ›unsichtbar‹ ist der gelungene Brückenschlag von Wissenschaft und Gestaltung. Auch wenn sich ein paar Aspekte wiederholten und manche Abbildung mehrmals vorkam, waren die Vorträge insgesamt doch wunderbar komplementär und ließen sich teils als direkter Dialog verfolgen, mit fruchtbaren Bezügen, Ergänzungen und Einsprüchen.

Lobenswert ist vor allen Dingen das entschleunigte Programm, mit nur wenigen Punkten pro Tag. Anders als bei vielen anderen Konferenzen gab es keine parallell laufenden Veranstaltungen. So waren praktisch alle Teilnehmer bei allen Vorträgen dabei und konnten sich in den großzügig gehaltenen Zwischenphasen entsprechend über das Gehörte und Gesehene austauschen.

Deutlich lesbar, dennoch nicht schön: Raabs ist vorbei, zumindest für dieses Jahr. Das Warten auf 2014 (?) beginnt – ein Warten voller Vorfreude. Danke, tga!

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