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Schrift in Form 3 – Musik liegt in der Schrift


Nach 2008 (»Schrift wächst nicht auf Bäumen«) und 2010 (»Schriftgenuss«) erfährt die Ausstellungsreihe »Schrift in Form« in diesem Jahr ihre dritte Auflage, diesmal zum Thema Musik. Wieder wurden Schriftgestalterinnen und -gestalter aus verschiedenen Ländern eingeladen, ihre Arbeit im Offenbacher Klingspor-Museum sichtbar werden zu lassen.

Konzertankündigungen, Programmzettel und ähnliche Akzidenzien, CD- und Plattencover fordern typografische Innovation heraus. Der Reiz der Ausstellung liegt in der Abwechslung der gewählten Mittel. Von einer gekonnten Betonung des lapidar buchstäblichen und dabei kraftvollen Annoncierens reicht die Bandbreite hin bis zu Schrifttypen, die das Fließende und Rhythmische der Musik in die eigene Formgebung übersetzen.

Ein Kernziel der Ausstellungsreihe wird auch diesmal erreicht: Dem zeitgenössischen Schriftdesign im Klingspor-Museum eine Bühne zu geben, die Sammlung des Museums um aktuelles Material zu ergänzen und damit der Tradition der Gebrüder Klingspor, Schrift in überzeugender Form zu kultivieren, auch heute nachzukommen.

Die Ausstellung zeigt Schriften und Grafikdesign von Donald Beekman (NL), Felix Braden (D), Peter Bruhn (S), Marina Chaccur (BR), Stefan Claudius (D), Melle Diete (D), Hannes von Döhren (D), Manuel Federl und David Jacob (D), Mark Frömberg (D), Julian Hansen (DK), Dirk Heider (D), Daniel Hernández (AR), Dmitri Yarynych (UA), Darío Muhafara (AR), Alejandro Paul (AR), Daniel Perraudin (D), Rui Abreu (POR), Lauri Toikka (FIN), René Verkaart (NL), Jürgen Weltin (D), Laura Worthington (USA) und anderen.

Artwork für das Album der Donots mit der Brandon Grotesque von Hannes von Döhren

Tanja Huckenbeck und Peter Reichard von Typosition halten mit ihrem Studio für Grafikdesign engen Kontakt zu zahlreichen Protagonisten des internationalen Schriftdesigns. Diese Kontakte kommen der Ausstellungsreihe »Schrift in Form« zugute. Ihr Engagement galt der Auswahl und Einladung der Teilnehmenden, ihnen oblag neben dem visuellen Erscheinungsbild auch die Kuratierung der Ausstellung.

Für das Thema Musik erwies sich der Verlag Schott Music in Mainz als hilfreicher Leihgeber von Exponaten, die die Notenschrift und deren Entwicklung im Rahmen neuzeitlicher Komposition beleuchten.

Musik liegt in der Schrift – wer die zahlreichen Titel von Schriften bedenkt, die aus der Terminologie der Schrift herrühren (Allegro, Andante, Sinfonie, Sonata) oder von Namen der Musikgeschichte abgeleitet sind (Amati, Fidelio, Brahms-Gotisch), der versteht, warum das Klingspor-Museum die passende Heimstatt für diese Ausstellung ist: Hier sind derartige Schriften in ihren Proben und Musterkatalogen auf engstem Raum versammelt.

Eröffnung und Termine

Die Ausstellung wird am 24. November um 15 Uhr eröffnet. Der Ukrainer Dmitri Yarynych spricht über seine Arbeit als Schriftdesigner. Im Anschluss sind bis 18 Uhr Schriftproben, Schriftentwürfe und Buchkunst zu bestaunen. Am 9. Dezember führt Tanja Huckenbeck ab 15 Uhr durch die Ausstellung. Die Exponate sind bis zum 6. Januar im Museum zu sehen.

klingspor-museum.de
typosition.de
facebook.com/SchriftInForm

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