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Marat Sans

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Wenn aus einer Schrift eine Schriftsippe werden soll, steht der Gestalter üblicherweise vor einer von zwei Ausgangssituationen: Entweder es gibt bereits eine Serifenschrift und es soll eine passende Serifenlose ergänzt werden – oder umgekehrt.

Um die Zusammengehörigkeit zwischen Serifenloser und Serifenschrift herzustellen, müssen sich in beiden Familienmitgliedern prägnante oder außergewöhnliche Details in der Konstruktion sowie charakteristische Formen wiederfinden.

Dient eine Serifenlose als Ausgangspunkt, sind die Vorgaben eher nüchtern – die ergänzende Serifenvariante kann entsprechend zurückhaltend, klassisch, langweilig werden oder aber Wärme und neue Details hinzugewinnen.
Ist hingegen eine Serifenschrift die Vorlage, gibt es bereits mehr Komplexität, Verspieltheit und kalligrafischen Duktus; viele Details, die mehr oder weniger intensiv in den serifenlosen Entwurf übertragen werden können.

Ludwig Übele jedenfalls geht mit seiner neuen Schrift weit über das bloße Weglassen der Serifen und das Verringern des Strichstärkenkontrasts hinaus. Seine neue Sans zur erfolgreichen Marat überrascht mit eigenwilligen Details und eher geschlossenen Formen.

Marat Sans fühlt sich an wie eine amerikanische Grotesk: Das Schriftbild verbreitet eine ähnliche Stimmung wie z.B. Franklin Gothic – wenn auch vielleicht etwas fröhlicher und moderner. Darauf angesprochen war Ludwig überrascht, denn geplant hat er diese Assoziation nicht. Und natürlich sieht man immer noch den holländischen Einfluss der KABK, der wohl allen Absolventen in Fleisch und Blut übergegangen ist: vor allem den humanistischen Kontrast sowie das einstöckige a und g in der Kursiven – die Noordzijsche Hommage an das Geschriebene.

MaratSans-vs-FranklinGothic

Abbildung: Marat Sans (Mitte) könnte als zeitgenössische Interpretation der Franklin Gothic (oberste/unterste Zeile) durchgehen

Marat Sans ist kompakter und ihre runden Endungen sind geschlossener als bei der serifigen Marat, auch die Proportionen sind leicht anders. Ihre ausgeprägten Ink Traps und die Konstruktion bestimmer Buchstaben wie a, e oder g stellen aber stilsicher die Verwandtschaft her. Die Geschwister Marat vertragen sich vielleicht gerade so gut, weil sie unterschiedliche Vorzüge haben und sich nur im Detail ähnlich sehen – so werden sie kaum um dieselben Aufgaben konkurrieren.

MaratSans-vs-Marat

Abbildung: Marat Sans (mitte) im Vergleich mit der klassischen Marat mit Serifen

Als hochwertige Satzschrift ist Marat Sans vielseitig einzusetzen. Mit 9 Gewichtungen von Thin bis Black, passenden Kursiven und extra Kapitälchen-Schnitten ergeben sich 27 Schnitte.

Etliche Ligaturen, hoch- und tiefgestellte Buchstaben und Ziffern, Pfeile, ein alternatives & sowie ein eigenwilliges Versaleszett (ẞ) mit halber Unterlänge bieten ein zeitgemäßes Arsenal an typografischer OpenType-Raffinesse:

Hoch- und tiefgestelle Ziffern, Buchstaben und Satzzeichen sowie Brüche. Zwischen Ziffern und Brüchen wird automatisch ein schmaleres Leerzeichen verwendet.

Fünf verschiedene Zahlenarten. Die Basisziffern sind gleichhoch, aber niedriger als die Versalien – so fügen sie sich harmonisch ins Textbild ein.

Alternatives & und Versaleszett

Pfeile

Eine für Ludwigs Schriften typische Besonderheit ist das alternative schmale f: Es wird automatisch bei problematischen Buchstabenkombinationen eingesetzt, um Kollisionen zu verhindern (z.B. bei oder ). Für andere Paare (z.B. ffi, fi oder ) stehen Ligaturen bereit.

Erwartungsgemäß bietet das Marat-Sans-Paket auch eine umfangreiche Sprachunterstützung.

Achtung: 80% Rabatt!

Nur noch bis zum 10. Januar 2013 gibt es Marat Sans zum extrem reduzierten Einführungspreis von 149 $ (statt 799 $ Normalpreis) auf MyFonts.com.

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