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Babetta – Viktor Nübel verhilft altem Ostberliner Schriftzug zu neuer Leuchtkraft

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Babetta: Glyphen
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Wenn er nicht gerade Webseiten und Logos entwirft, verbringt Viktor Nübel seine Zeit mit der Gestaltung von Schriften – an dieser Stelle wurde zuletzt seine Oliva vorgestellt. Anfang September veröffentlichte er eine neue Displayschrift, die Babetta.

Orientiert hat sich Viktor Nübel dabei an dem historischen Schriftzug der Karl-Marx-Buchhandlung in seiner Heimatstadt Berlin. Wie die Vorlage verfügt die Babetta zwar nur über Großbuchstaben, kommt dafür jedoch in fünf Fettegraden daher und umfasst zusätzliche Neon-Varianten. Zudem beinhaltet die Babetta zahlreiche Ligaturen, Varianten und weitere Kniffe. Ob fürs Café um die Ecke oder für eine Verpackung südländischer Leckereien, dank ihres dynamischen und leicht verspielten Charakters bietet sich die Babetta hervorragend für temperament­volle Gestaltungen an.

Karl-Marx-Buchhandlung

Die Karl-Marx-Buchhandlung (Karl-Marx-Allee, Berlin-Friedrichshain) schloss Ende Februar 2008, der denkmalgeschützte Neon-Schriftzug blieb jedoch erhalten. Dieser lieferte Viktor Nübel die Inspiration zur Gestaltung seiner Babetta.

Babetta
Babetta

Den italienischen Charme kann man ihr nicht abstreiten. Oder frei nach Viktor Nübels romantischer und doch treffender Beschreibung: Der etwas schäbige Look des historischen Originals wurde von einer italienischen Art-Deco-Schönheit geküsst.

Babetta Neon

Die Neon-Variante der Babetta gibt es als Kombi-Schnitt (›Neon‹) und zusätzlich aufgeteilt in die Einzelfonts ›Neon Case‹ (Leuchtkasten) und ›Neon Tube‹ (Leuchtröhre). Letztere lassen sich in Ebenen passgenau übereinander legen. So können die einzelnen Bestandteile des Schriftzugs wunderbar mit verschiedenen Farben oder Effekten bespielt werden.

Babetta: Ligaturen
Babetta: Ligaturen

Bedingte Ligaturen wie ›TT‹ oder ›MM‹ sparen Platz und erleichtern die Spationierung. Neben diesen praktischen Eigenschaften gibt es zudem eine Menge an Spielereien – Alternativformen für ›E‹ und ›S‹ zum Beispiel. Viele dieser Wahlformen und Ligaturen wirken erstaunlich vertraut und können kurzen Passagen das gewisse Etwas verleihen. An einigen Stellen, wie bei ›TH‹ und ›NN‹, gelingt es Viktor Nübel jedoch nicht ganz zu überzeugen – diese Verbünde sind für meine Augen etwas zu gewagt.

Die Ligaturen-Funktion lässt sich nicht nur für Buchstabenverbindungen einsetzen, auch für schwer erreichbare Sonderzeichen ist sie nützlich: So wird in der Babetta beispielsweise die Eingabe (C) automatisch in ein korrektes Copyright-Zeichen umgewandelt: ©. Die Kombination -> ergibt einen Pfeil nach rechts: →.

Babetta: kompakte Umlaute

Zu all den genannten Raffinessen kommt hinzu, dass die Babetta eine breite Palette an Sprachen unterstützt. Die diakritischen Zeichen finden sogar bei den Wahlformen Beachtung. So gibt es für die deutsche Sprache platzsparende Varianten der Umlaute. Im Beispielwort Bürgerbräu sieht man gut, dass diese nicht nur der Spielerei, sondern auch dem kompakten Zeilenbild dienen können. Auch wenn die Schrift sicherlich nur in speziellen Anwendungen ihren passenden Einsatz finden wird, die Babetta ist für viele Situationen bestens gewappnet.

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