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Adam Serif

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Adam Serif ist eine unverbrauchte, klassische Leseschrift. Genau wie ihr Gestalter Anton Koovit ist die Schrift höflich und zurückhaltend und entpuppt sich bei näherer Beschäftigung als sehr interessantes Gegenüber mit vielen Talenten.

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Der erste Eindruck ist eher neutral, klar, gut lesbar. Anhand der vielen unkonventionellen Details ist aber abzuleiten, dass die Schrift zeitgenössisch sein muss und kein Revival eines klassischen Entwurfs ist. Von Nahem sind Kurven und Kanten in sehr feinen Details variiert, was man in gedruckten Lesegrößen kaum wahrnimmt – obwohl die Adam Serif ausdrücklich für den Bücherdruck gestaltet wurde. Die Ungewöhnlichkeiten treten in kleinen Größen in den Hintergrund oder werden schlicht von der Auflösung verwischt oder vom Papier aufgesaugt. Erst in Überschriftengrößen oder auf Plakaten und Beschriftungen zeigt die Adam ihr Sammelsurium ungewöhnlicher Abschlüsse und Tropfen. Auffälligstes Detail sind die aufquellenden Serifen, die ein bisschen so aussehen, als wären sie aus Pappe und hätten tagelang in einer Pfütze gestanden.

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Inspiration für die Schrift haben laut Anton kreisförmige Bewegungen des Schreibwerkzeugs geliefert. Deshalb variieren Kontrastwinkel und Tropfenrichtung, kreisförmige Elemente tauchen immer wieder auf. Beim fettesten Schnitt (Black) werden die Besonderheiten besonders gut sichtbar.
Der Aufrechten steht eine zackige Kursive zur Seite, die weniger konstruiert und eher kalligrafisch wirkt. Auch bei ihr blähen sich die Serifen auf.

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Die Adam Serif ist vor einem knappen halben Jahr bei MyFonts erschienen, mir aber erst kürzlich durch den Tipp eines Kollegen aufgefallen. In Anton Koovits Heimat Estland ist Adam offenbar schon öfter zu sehen als hier: Er schickte mir eine ganze Bandbreite mit Verwendungsbeispielen in verschiedenen Medien.

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Vor allem in Zeitschriften und Zeitungen bewährt sich die Adam als sinnvolle und vor allem unverbrauchte Lösung.

Die hohe gestalterische und technische Qualität kommt nicht von Ungefähr: Der Gestalter Anton Koovit hat viel von der typografischen Welt gesehen – Tallinn, Paris, Amsterdam, Den Haag, jetzt Berlin. Schon wieder einer dieser erstklassigen Schriftgestalter, die in Berlin leben und einen Master in Schriftgestaltung von der KABK in Den Haag in der Tasche haben, wie z.B. Luc(as) de Groot, Christoph Dunst und Ludwig Übele. Zusammen mit seinem Kompagnon Yassin Baggar gründete Anton Koovit nach dem Studium die Foundry Fatype, die unter anderem bereits Schriften für Kunden wie GQ France und Google maßgeschneidert hat. Bei MyFonts gibt es bisher nur die Adam Serif zu kaufen. Wir sind gespannt auf mehr.

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