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Capri

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Capri

Die Capri ist keine ganz neue Schrift. Bereits 2011 war sie auf Fountain erschienen, der »independent, friendly digital type foundry« aus dem schwedischen Malmö. Der viel zu frühe Tod von Label-Betreiber Peter Bruhn (1969–2014) bedeutete ein trauriges Ende für Fountain. Viele der innovativen Schriften waren für lange Zeit vom Markt verschwunden und werden erst nach und nach von anderen Foundries adoptiert – hier eine Liste der auf MyFonts erhältlichen ehemaligen Fountain-Fonts. Auch die Capri hat nun ein neues Zuhause gefunden. Ihr Entwerfer Felix Braden hat sie unter seiner eigenen Floodfonts-Flagge als Capri Pro neu herausgebracht.

Capri-Konstruktion

Felix Braden warnt: »Capri ist eine Diva!« Die exzentrische Serifenlose basiert auf den geometrischen Grundformen Quadrat, Kreis und Dreieck. Diese Herkunft vom digitalen Reißbrett macht ihren Charakter aus und wird nicht etwa kaschiert, sondern stolz herausgestellt. Besonders deutlich wird das beim kleinen ›e‹ mit dem steil aufsteigenden Balken – eine Reminiszenz an den Genre-Pionier Kabel (Rudolf Koch, 1928) – oder beim ›g‹, das in seiner Radikalität an die ursprünglichen Figuren der Futura (Paul Renner, 1927) erinnert. Anders als diese frühen konstruierten Grotesk-Schriften ist die Capri jedoch nicht humanistisch proportioniert. Mit ihren extrem kurzen Unter- und Oberlängen steht sie in dieser Hinsicht eher der ITC Avant Garde Gothic (Herb Lubalin & Tom Carnase, 1970) nahe – oder eben den 70er-Jahre-Adaptionen der Klassiker wie ITC Kabel oder PL Fute (= Futura Maxi).

Capri-Stile

Die Familienstruktur der Capri ist wohltuend übersichtlich. Es gibt 4 Schnitte; Light, Regular, Italic, Bold. Die kompromisslose Kursive ist das Alleinstellungsmerkmal der Capri. Hier wirkt die Diagonale noch dominanter und betont das spitze und scharfkantige Erscheinungsbild der Schrift.

Capri-Skizzen-2
Capri-Skizzen

Skizzen zur Capri (Ausschnitte)

»Capri ist in erster Linie als Akzidenzschrift angelegt, aber auch kurze Fließtexte sind ausgezeichnet lesbar. Besonders in den großen Schriftgraden des leichten Schnitts zeigt sich das umfangreiche Formspektrum der Schrift«, so Felix Braden. Capri vereine zeitgenössische Proportionen mit dem »kruden Retro-Charme des konstruktivistischen Konzepts« und stehe somit für eine moderne Interpretation klassischer Eleganz. Dank ihres ausgeprägten Charakters eigne sich die Capri ideal für Editorial Design, Corporate Design und Werbung zu allen Themen, bei denen Ästhetik und Eleganz im Vordergrund stehen. Der Kölner Schriftdesigner kann sie sich gut für den Einsatz im Kultursektor oder der Modebranche vorstellen.

Capri-Features

Wem das ›g‹ zu avantgardistisch ist, kann per OpenType-Funktion eine entschärfte Alternativform einwechseln. Auch für das ›a‹ ist eine einäugige Wahlform enthalten. Zu den weiteren Extras zählen eine Null mit Schrägstrich und Interpunktionszeichen, deren vertikale Position sich im Versalsatz automatisch an die Großbuchstaben anpasst.

Capri-Figurenverzeichnis

Der Zeichensatz der Capri Pro umfasst rund 430 Glyphen pro Schnitt und unterstützt damit u.a. auch osteuropäische und baltische Sprachen sowie Türkisch.

Capri-Muster

Die Capri gibt es noch bis 15. Januar 2016 mit 50% Einführungsrabatt (21,50€ pro Schnitt).

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