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Vtg Stencil DIN


Vtg Stencil DIN

Sie ist allgegenwärtig, in ihrem angestammten Habitat der Beschilderung von Autobahnen bis Parkplätzen ebenso wie im gänzlich verschiedenen Feld von Kunst und Kultur. Die DIN, diese deutscheste aller Schriften, erfreut sich ungebremster Beliebtheit bei Hausmeistern wie bei professionellen Designerinnen – ein Blick auf die Bestseller-Listen bestätigt letzteres. Man muss nicht lange laufen, um ihren technisch-nüchternen Formen auch in schablonierter Ausführung zu begegnen – ad hoc angebracht auf Masten, Containern, Booten; zur Nummerierung, Kennzeichnung und Warnung.

Din-Stencil-Anwendungen

Was läge also näher, eine Stencil-Version der Ingenieursschrift aufzulegen? In der Tat gibt es bereits ein paar digitale DINs mit Schablonenstegen. Doch die eine umfasst nicht einmal Kleinbuchstaben, eine andere hat außer dem Namen wenig mit einer echten DIN am Hut. Andreas Seidel von astype hat diese Lücke erkannt und nun eine umfassende und formidabel ausgeführte Interpretation veröffentlicht. Seine Vtg Stencil DIN ist Teil einer Serie von Fonts, die auf echten Metallschablonen beruhen – zuletzt hatten wir hier die Vtg Stencil UK No.76 vorgestellt.

Achtung, Preisausschreiben! astype verlost 3 Lizenzen für das »Vtg Stencil DIN«-Paket. Die Teilnahmebedingungen finden sich am Ende des Artikels. weiterlesen

Acron


Acron-Poster

Acron ist die erste Schriftveröffentlichung von Anna Cairns. Cairns, geboren 1989, hat ihr Designstudium 2009 an der UdK Berlin begonnen. Im Anschluss an ein Auslandssemester an der Willem de Kooning Academie in Rotterdam wechselte sie an die HfG Karlsruhe. Nach einem Praxissemester bei Magma arbeitet sie derzeit als selbstständige Gestalterin an Schriften, Websites, Publikationen und Erscheinungsbildern. Die Jacques ist eine zeitgenössische Serifenlose, die sich noch im Entwurfsstadium befindet. Für ihr jetzt bei VolcanoType erschienenes Debüt hat sich Cairns ein weniger abgegrastes Genre vorgenommen.

Acron-Zeilen

Die Acron ist die digitale Interpretation einer US-amerikanischen Schildermaler-Schrift, genauer gesagt die Simulation einer aus raschen Pinselzügen zusammengesetzten geneigten Sans-Serif. Charakteristisch sind die fetten, schräg ansetzenden und stets dynamisch gebogenen Striche. Das Additive des Schriftmalens wird hier nicht verschleiert, sondern bewusst herausgestellt; die Einzelgesten sind klar voneinander abgesetzt. An den Fugen entstehen Sprünge, die die Umrisslinie rhythmisieren und für ein belebtes, spontan wirkendes Schriftbild sorgen. weiterlesen

Typo 9010. Digitale Schriften aus Tschechien 1990–2010


9010_4

Tschechien zählt zur Weltspitze, was die Produktion von interessanten Schriftarten angeht. Das kleine Nachbarland im Osten hat eine erstaunliche Zahl von innovativen Schriftgestaltern und Foundries hervorgebracht. Diese Woche ist eine Publikation erschienen, die diesem Umstand Rechnung trägt und das reichhaltige Schriftschaffen in Brno, Prag und anderswo umfassend dokumentiert. weiterlesen

In memoriam Hermann Zapf, 1918–2015


Hermann-Zapf-2005

Hermann Zapf, 2005 (Foto: Martin Joppen)

Vergangenen Donnerstag ist Hermann Zapf im Alter von 96 Jahren gestorben. Im Fontblog hat Jürgen Siebert die wichtigsten Stationen aus dem langen und erfüllten Leben des weltweit bekannten Schrift- und Buch­künstlers nachgezeichnet. Für die Süddeutsche und den Deutschland­funk hat Ulf Erdmann Ziegler einen Nachruf verfasst. Auch die New York Times würdigt den Meister der schönen Schrift.

HZ Palatino 1

Im Gedenken an den herausragenden Schriftgestalter möchte ich ein paar Bilder meines Lieblingsschriftmusters teilen. Es ist die Probe zur erweiterten Palatino-Familie, mitsamt ihren nahen und fernen Verwandten, von Aldus, Michelangelo und Sistina über Heraklit und Phidias bis in zu Virtuosa, Kompakt (»der muskelbepackte Schwager«), Saphir und Gilgengart. Sie wurde etwa 1960 von der D. Stempel AG und der Linotype GmbH in Frankfurt am Main herausgegeben. Die typografische Gestaltung des Hefts stammt von Zapf selbst.
Ergänzt werden diese Bilder von zwei Arbeiten aus der Sammlung von Jan Middendorp, die Zapfs kalligrafische Seite zeigen.
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Assai – viel hilft viel


Assai-A-Z-MyFontsDE

Jürgen Weltin ist bekannt für seine umfangreichen, praktikablen und im Stil oft humanistisch geprägten Familien Agilita, Finnegan und Mantika. Jetzt hat er etwas völlig Andersartiges veröffentlicht. Die Assai besteht aus nur einem Schnitt; sie als vielseitig verwendbar zu bezeichnen wäre glatt gelogen. Ihre Zeichen sind sehr breit, sehr fett, sehr dunkel, sehr schwer. Daher auch der Name: Mit dem italienischen assai (viel, sehr) wird in der Musik eine Angabe wie z.B. allegro gesteigert: allegro assai – sehr flott. weiterlesen

Irrlicht


Irrlicht

Ari Hausel ist ein auf Schrift und Typografie spezialisierter Grafiker aus dem Münchner Norden, der bei Günter Gerhard Lange und Heinz Peikert studiert hat. Mit seinem Schriftverlag Aarhaus ist er seit kurzem auf MyFonts vertreten. Dessen erste Veröffentlichung ist ein energiegeladenes, düster zuckendes Buchstabengewitter namens Irrlicht. Die Schrift ist die Wieder­belebung einer wenig bekannten Bleisatztype aus den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Bevor wir die digitale Irrlicht näher vorstellen, wollen wir zunächst einen Blick zurück auf die historische Vorlage werfen.
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Vtg Stencil UK No.76


Vtg Stencil UK No 76

Andreas Seidel von ASType baut sein Angebot an originalgetreuen Schablonenschriften weiter aus. Auf MyFonts.de hatten wir bereits über die US No.4 (2012) und die Germany No.1 (2013) berichtet. In der Zwischenzeit wurde die Vintage-Stencil-Serie um die amerikanischen Stile US No.2, US No.51 und US No.72 sowie die ergänzenden Ornaments A ausgebaut. Die neueste Erweiterung ist eine Schablonenschrift britischer Provenienz und heißt UK No.76.

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Riga – effiziente Serifenlose für alle Fälle


Riga-Specimen

Von Ludwig Übele hatten wir an dieser Stelle zuletzt die Marat Sans vorgestellt. Soeben ist eine neue Serifenlose von ihm erschienen, die ebenfalls einen genaueren Blick verdient: Riga ist eine höchst funktionale Schrift, rational und geradeaus, dabei aber nicht blass oder generisch. Ziel war es, eine platzsparende und dennoch gut lesbare Textschrift zu machen.


Riga-Start

Ludwig Übele hat den perfekten Namen für sein Werk gefunden – nach Helsinki (2008/2013) und Tundra (2011) setzt er erneut auf einen Begriff aus dem hohen Norden. Riga ist nicht nur schön kurz und sprachübergreifend gut auszusprechen. Als Wortbild vereint der Name auch mehrere Charakteristika des Entwurfs in sich: das ›R‹ mit dem langen, durchgestreckten Bein, das der Schrift eine gewisse Strenge und Seriösität verleiht. Dann das ›i‹, das mit dem runden Punkt freundlich gegensteuert. Und schließlich ›g‹ und ›a‹ mit den komplexeren, d.h. eindeutiger lesbaren Antiquaformen, die klarstellen, dass es sich hier trotz fehlender Serifen durchaus um eine Schrift für Mengensatz handelt.

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