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Diogenes


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Eine Frage, die uns Schriftgeeks (oder Schriftgelehrten) oft gestellt wird, lautet: »Braucht man wirklich immer wieder neue Schriften?«. Adrian Frutiger hat mal die zweitbeste Antwort darauf gegeben – eine Gegenfrage: »Braucht man wirklich immer wieder neue Weine?« Die beste Antwort aber sind die Schriften selbst. Wer Bücher oder Zeitschriften macht oder sie mit Formgefühl liest, wird sich immer freuen, wenn dank eines neuen Schriftdesigns auf einmal ein etwas anderes Textbild auftaucht oder sich eine Atmosphäre einstellt, die es vorher nicht gab. Genauso wie bei Wein oder auch Musik muss man natürlich eine gewisse Sensibilität für die Subtilitäten der Leseschrift entwickeln. Wenn man die einmal hat, ist das Erscheinen einer zeitgemäßen Antiquaschrift wie die neue Diogenes von Ludwig Übele (unter seinem Label Ludwig Type) ein erfreuliches Ereignis. Wie stets bei Übele kombiniert die Diogenes traditionelles Fachwissen mit einem modernen Blick – und dadurch ist etwas entstanden, das für manch einen Grafiker eine besondere, formschöne und vielseitige neue Farbe auf der typografischen Palette werden kann. Wir haben dem Gestalter ein paar Fragen gestellt.

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Vtg Stencil UK No.76


Vtg Stencil UK No 76

Andreas Seidel von ASType baut sein Angebot an originalgetreuen Schablonenschriften weiter aus. Auf MyFonts.de hatten wir bereits über die US No.4 (2012) und die Germany No.1 (2013) berichtet. In der Zwischenzeit wurde die Vintage-Stencil-Serie um die amerikanischen Stile US No.2, US No.51 und US No.72 sowie die ergänzenden Ornaments A ausgebaut. Die neueste Erweiterung ist eine Schablonenschrift britischer Provenienz und heißt UK No.76.

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Adam Serif


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Adam Serif ist eine unverbrauchte, klassische Leseschrift. Genau wie ihr Gestalter Anton Koovit ist die Schrift höflich und zurückhaltend und entpuppt sich bei näherer Beschäftigung als sehr interessantes Gegenüber mit vielen Talenten.

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Riga – effiziente Serifenlose für alle Fälle


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Von Ludwig Übele hatten wir an dieser Stelle zuletzt die Marat Sans vorgestellt. Soeben ist eine neue Serifenlose von ihm erschienen, die ebenfalls einen genaueren Blick verdient: Riga ist eine höchst funktionale Schrift, rational und geradeaus, dabei aber nicht blass oder generisch. Ziel war es, eine platzsparende und dennoch gut lesbare Textschrift zu machen.


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Ludwig Übele hat den perfekten Namen für sein Werk gefunden – nach Helsinki (2008/2013) und Tundra (2011) setzt er erneut auf einen Begriff aus dem hohen Norden. Riga ist nicht nur schön kurz und sprachübergreifend gut auszusprechen. Als Wortbild vereint der Name auch mehrere Charakteristika des Entwurfs in sich: das ›R‹ mit dem langen, durchgestreckten Bein, das der Schrift eine gewisse Strenge und Seriösität verleiht. Dann das ›i‹, das mit dem runden Punkt freundlich gegensteuert. Und schließlich ›g‹ und ›a‹ mit den komplexeren, d.h. eindeutiger lesbaren Antiquaformen, die klarstellen, dass es sich hier trotz fehlender Serifen durchaus um eine Schrift für Mengensatz handelt.

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Daphne Script, die grazile Bergnymphe aus dem Hutsalon


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Zum ersten Mal kann MyFonts eine Schrift von Georg Salden anbieten, einem der interessantesten und vielseitigsten deutschen Schriftgestalter der letzten Jahrzehnte. Bisher waren Saldens Schriften ausschließlich direkt über sein eigenes Label TypeManufactur verfügbar. Die elegante aber eigentümliche Schreibschrift Daphne Script erscheint nun auf Ludwig Übeles Foundry LudwigType; nicht zufällig, denn der jüngere Kollege betreut auch die TypeManufactur-Website und arbeitet mit Salden an der adäquaten digitalen Umsetzung von dessen Werk.

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CamingoCode


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Damit sich beim Programmieren ein wohliges Gefühl einstellt, braucht man zwei Zutaten: Einen guten Texteditor und eine gute Monospace-Schrift.

Jan Fromm veröffentlichte kürzlich mit seiner Camingo Mono eine solche nichtproportionale Schrift; eine Verwandte seiner CamingoDos. Spannend ist, dass es zusätzlich eine Variante extra fürs Programmieren gibt: CamingoCode. Bei dieser Spezialversion sind etliche Details auf die Bedürfnisse von Programmierern zugeschnitten.

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Neue Schrift aus alten Löchern – die Vtg Stencil Germany No.1


Vtg Stencil Germany No.1

Im Sommer letzten Jahres haben wir an dieser Stelle die Vtg Stencil US No.4 vorgestellt. Andreas Seidel (ASType) kündigte damals an, nach und nach eine ganze Vintage-Stencil-Serie mit hochwertig digitalisierten Schablonen-Klassikern herausbringen zu wollen. Nun ist es soweit, die nächste Folge ist soeben erschienen. Dieses Mal hat sich Seidel ein heimisches Modell vorgenommen, folglich heißt das Schriftpaket Vtg Stencil Germany No.1.
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