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Strecke machen mit der Pensum


pensumpro

Der in Hamburg lebende Designer Nils Thomsen studierte an der KABK in Den Haag Typedesign. Hier entwarf er als Masterarbeit die vielbeachtete Meret. Bei der Agentur ErlerSkibbeToensmann war er maßgeblich am Relaunch der »Süddeutschen Zeitung« beteiligt und entwickelte gemeinsam mit Henning Skibbe (Haptic Script) die Hausschriften SZ Text, SZ Serif und SZ Sans. Seit 2015 firmiert er mit Jakob Runge (Cera) unter dem Fontlabel TypeMates. Wir stellen seine neueste Schriftfamilie Pensum vor und haben Nils ein paar Fragen zur Entstehung und Besonderheiten der Schrift gestellt.
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FF Hertz


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Der Berliner Designer Jens Kutílek ist seit bald einem Jahrzehnt als Font-Engineer mitverantwortlich für die hohe Qualität der FontFonts. Letztes Jahr veröffentlichte er nun seinen ersten eigenen Schriftentwurf unter dem berühmten Label mit dem Doppel-F. Die laufweitengleiche Familie heißt FF Hertz. Im Namen steckt nicht nur der Entdecker der elektromagnetischen Wellen, sondern auch eine kleine Anspielung auf Hermann Zapf (HZ). Denn die rund-eckigen Buchstaben verweisen sichtlich auf dessen Melior (1952). Zudem flossen Erfahrungen aus einer Probedigitalisierung der vergessenen Zapf-Schrift Mergenthaler Antiqua (1954) ein, die zur klassizistischen Unterkategorie der Zeitungsschriften zählt. Weitere Einflüsse stammen von einer Kursivschrift für Landkarten und einer alten Schreibmaschinenschrift, die bei den eigenwilligen Mediävalziffern Pate stand. weiterlesen

Vtg Stencil DIN


Vtg Stencil DIN

Sie ist allgegenwärtig, in ihrem angestammten Habitat der Beschilderung von Autobahnen bis Parkplätzen ebenso wie im gänzlich verschiedenen Feld von Kunst und Kultur. Die DIN, diese deutscheste aller Schriften, erfreut sich ungebremster Beliebtheit bei Hausmeistern wie bei professionellen Designerinnen – ein Blick auf die Bestseller-Listen bestätigt letzteres. Man muss nicht lange laufen, um ihren technisch-nüchternen Formen auch in schablonierter Ausführung zu begegnen – ad hoc angebracht auf Masten, Containern, Booten; zur Nummerierung, Kennzeichnung und Warnung.

Din-Stencil-Anwendungen

Was läge also näher, eine Stencil-Version der Ingenieursschrift aufzulegen? In der Tat gibt es bereits ein paar digitale DINs mit Schablonenstegen. Doch die eine umfasst nicht einmal Kleinbuchstaben, eine andere hat außer dem Namen wenig mit einer echten DIN am Hut. Andreas Seidel von astype hat diese Lücke erkannt und nun eine umfassende und formidabel ausgeführte Interpretation veröffentlicht. Seine Vtg Stencil DIN ist Teil einer Serie von Fonts, die auf echten Metallschablonen beruhen – zuletzt hatten wir hier die Vtg Stencil UK No.76 vorgestellt.

Achtung, Preisausschreiben! astype verlost 3 Lizenzen für das »Vtg Stencil DIN«-Paket. Die Teilnahmebedingungen finden sich am Ende des Artikels. weiterlesen

Acron


Acron-Poster

Acron ist die erste Schriftveröffentlichung von Anna Cairns. Cairns, geboren 1989, hat ihr Designstudium 2009 an der UdK Berlin begonnen. Im Anschluss an ein Auslandssemester an der Willem de Kooning Academie in Rotterdam wechselte sie an die HfG Karlsruhe. Nach einem Praxissemester bei Magma arbeitet sie derzeit als selbstständige Gestalterin an Schriften, Websites, Publikationen und Erscheinungsbildern. Die Jacques ist eine zeitgenössische Serifenlose, die sich noch im Entwurfsstadium befindet. Für ihr jetzt bei VolcanoType erschienenes Debüt hat sich Cairns ein weniger abgegrastes Genre vorgenommen.

Acron-Zeilen

Die Acron ist die digitale Interpretation einer US-amerikanischen Schildermaler-Schrift, genauer gesagt die Simulation einer aus raschen Pinselzügen zusammengesetzten geneigten Sans-Serif. Charakteristisch sind die fetten, schräg ansetzenden und stets dynamisch gebogenen Striche. Das Additive des Schriftmalens wird hier nicht verschleiert, sondern bewusst herausgestellt; die Einzelgesten sind klar voneinander abgesetzt. An den Fugen entstehen Sprünge, die die Umrisslinie rhythmisieren und für ein belebtes, spontan wirkendes Schriftbild sorgen. weiterlesen

Gramma


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Die Fonts der italienischen Foundry CAST sind seit kurzem auf MyFonts erhältlich. Aus diesem Anlass stellen wir an dieser Stelle mit Zenon, Brevier und Gramma drei von Mitbegründer Riccardo Olocco gestaltete Schriftfamilien vor.
 

Die dritte Veröffentlichung von Riccardo Olocco heißt Gramma. Als ich die Schrift das erste Mal sah, war ich sofort von der spannungsvollen Mischung aus modularen Grundformen und eleganten Kurven begeistert. Die Gramma ist ein originärer Entwurf, der in keine Schublade passt – weder gewöhnliche Serifenlose mit abgerundeten Strichenden, noch technisch konstruierte DIN. Zu Beginn experimentierte Olocco mit Großbuchstaben und einem Set von wenigen geometrischen Grundformen. Das gewählte Skelett der römischen Capitalis Rustica erwies sich dabei aber als zu sperrig. So harmonisierte er die Proportionen und zeichnete die Formen organischer. weiterlesen

Brevier


Brevier_Brevier_01

Die Fonts der italienischen Foundry CAST sind seit kurzem auf MyFonts erhältlich. Aus diesem Anlass stellen wir an dieser Stelle mit Zenon, Brevier und Gramma drei von Mitbegründer Riccardo Olocco gestaltete Schriftfamilien vor.
 

Im zweiten Teil geht es um eine dynamische Serifenlose mit geometrischer Formenkarosserie. Brevier, so der Name, bezieht sich auf die gleichlautende frühere Bezeichnung von Bleilettern mit einem Schriftgrad von 8 Punkt. Der Name ist Programm: Sie wurde speziell für sehr kleine Texte entwickelt, wie sie auf Arznei-Beipackzetteln oder Bedienungs­anleitungen üblich sind. Um kleine Texte überhaupt lesen zu können, muss die Schrift spezielle Merkmale aufweisen. Die Buchstaben sollten stabile Strichstärken mit geringem Kontrast besitzen, eher breit angelegt sein, und eine hohe x-Höhe aufweisen. Zudem verbessern großzügige Öffnungen bei a, c, e, s und eine luftige Zurichtung die Lesbarkeit. weiterlesen

Zenon


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Riccardo Olocco ist ein italienischer Schrift- und Grafikdesigner, der in Bozen und London lebt. Sein besonderes Interesse gilt der Erforschung venezianischer Renaissance-Schriften des 15. Jahrhunderts. Er absolvierte 2013/14 den Masterstudiengang Typeface Design im englischen Reading. 2013 gründete er gemeinsam mit Marta Bernstein, Erasmo Ciufo und Luciano Perondi die Foundry CAST (Cooperativa Anonima Servizi Tipografici – »Namenlose Genossenschaft für typografische Dienste«), die seit kurzem auf MyFonts vertreten ist. Aus diesem Anlass stellen wir in einer dreiteiligen Serie seine Schriftfamilien Zenon, Brevier und Gramma vor.
 

Zunächst werfen wir einen Blick auf die Zenon, die Riccardo Olocco im Rahmen seines Masterstudiengangs begonnen hat. Der eleganten Antiqua lag die Frage zugrunde, wie heute eine zeitgemäße Interpretation einer Renaissance-Antiqua aussehen kann, ohne direkt an bestimmte Revivalschriften des 20. Jahrhunderts anzuknüpfen. Bereits zuvor hatte er sich intensiv mit der Analyse von historischen Schriftmustern beschäftigt. Ergebnis ist eine frische, lebhafte Antiqua mit Einflüssen verschiedener historischer Schriften, die aber moderne, vereinheitlichte Proportionen besitzt. weiterlesen

Capri


Capri

Die Capri ist keine ganz neue Schrift. Bereits 2011 war sie auf Fountain erschienen, der »independent, friendly digital type foundry« aus dem schwedischen Malmö. Der viel zu frühe Tod von Label-Betreiber Peter Bruhn (1969–2014) bedeutete ein trauriges Ende für Fountain. Viele der innovativen Schriften waren für lange Zeit vom Markt verschwunden und werden erst nach und nach von anderen Foundries adoptiert – hier eine Liste der auf MyFonts erhältlichen ehemaligen Fountain-Fonts. Auch die Capri hat nun ein neues Zuhause gefunden. Ihr Entwerfer Felix Braden hat sie unter seiner eigenen Floodfonts-Flagge als Capri Pro neu herausgebracht.
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Heimat Display


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Christoph Dunst hat für seinen Schriftverlag Atlas Font Foundry in den letzten Jahren ein umfangreiches Schriftportfolio mit zwei Superfamilien aufgebaut:

Seine Novel gibt es mit und ohne Serifen, proportional und gleichbreit, als Haarlinien-Variante und abgerundet. Als Experte fürs Corporate Design ist Christoph wichtig, dass seine Schriften die Antwort auf alle Fragen eines Erscheinungsbilds sein können. Deshalb kamen auch bei der Heimat Sans, einer Schrift mit streng geometrischer Herkunft, immer mehr Stile hinzu: Neben der Serifenlosen gibt es inzwischen eine Schablonenvariante, eine Monospace und die Leseschrift Heimat Didone.

Der neueste Streich ist die Display-Variante mit ausgeprägtem Strich­stärkenkontrast, die der Heimat Didone ähnlich ist, aber keine Serifen besitzt und in der Konstruktion der Ur-Heimat entspricht. weiterlesen

Assai – viel hilft viel


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Jürgen Weltin ist bekannt für seine umfangreichen, praktikablen und im Stil oft humanistisch geprägten Familien Agilita, Finnegan und Mantika. Jetzt hat er etwas völlig Andersartiges veröffentlicht. Die Assai besteht aus nur einem Schnitt; sie als vielseitig verwendbar zu bezeichnen wäre glatt gelogen. Ihre Zeichen sind sehr breit, sehr fett, sehr dunkel, sehr schwer. Daher auch der Name: Mit dem italienischen assai (viel, sehr) wird in der Musik eine Angabe wie z.B. allegro gesteigert: allegro assai – sehr flott. weiterlesen

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