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Acorde

von Florian Hardwig am 31. Oktober 2011


Acorde – mit diesem Namen platziert Stefan Willerstorfer seine Schriftfamilie nicht nur ganz oben im Schriftmenü, sondern gibt auch gleich das zugedachte Einsatzgebiet bekannt: Acorde ist a corporate design typeface, gemacht für die vielfältigen Anforderungen der Unternehmenskommunikation – nüchtern und doch mit einem menschlichen Antlitz, sympathisch und dabei nicht aufdringlich, zeitgenössisch, aber nicht modisch. Ihr Autor beschreibt sie als Arbeitstier, das vom Lesetext in kleinen Graden bis hin zu Ausschilderungen zuverlässig seinen Dienst verrichtet und auch im Editorial- und Informationsdesign verwendet werden kann.
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Cast

von Frank Rausch am 5. Oktober 2011

Bei der Cast von Dominique Kerber fällt es nicht leicht zu entscheiden: Ist sie technisch oder organisch? Ist sie eher konstruiert oder geschrieben? Sehe ich den Ingenieurgeist von DIN oder die menschenfreundliche aber strenge Eleganz Frutigers?

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Ingeborg

von Frank Rausch am 4. Juli 2011

Die sympathischen Typejockeys aus Wien führen mit ihrem Portfolio vor, wie Lettering als entscheidendes Zahnrad in gestalterischen Gesamtkonzepten und ganzheitlichen Erscheinungsbildern funktionieren kann.

Die Kundenprojekte der Typejockeys Anna Fahrmaier, Thomas Gabriel und Michael Hochleitner leben von maßgeschneiderten Buchstaben. Nicht nur Schriftzüge, auch ganze Schriften entstehen exklusiv – sogar für kleinere Kunden. Die Typejockeys schreiben und malen sogar direkt vor Ort auf Schilder und Wände Ihrer Auftraggeber.

Ein besonderes Schmankerl ist die schon seit längerem erhältliche Schriftfamilie Ingeborg.

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Novel Sans

von Frank Rausch am 28. Februar 2011

Vor ein paar Tagen veröffentlichte Christoph Dunst die Novel Sans, das serifenlose Gegenstück zur hier bereits vorgestellten Novel.

Strichführung und humanistischer Duktus orientieren sich eindeutig an der älteren Schwester. Auch einige – insbesondere für Serifenlose unübliche – Details sind ein Tribut an die Novel und deren Vorbilder: Eine offene Punze am P, die nicht manieriert wirkt; ein überlanger Fuß am R, der sich einwandfrei in den Rhythmus einfügt, ein zweiteiliges K – so etwas sieht man im Sans-Serif-Segment eher selten. Ein so breites und offenes C, wie die Novel Sans es trägt, würde dem Typografen Sorgenfalten auf die Stirn bringen, spielte es nicht so harmonisch mit den anderen Buchstaben. Das y der Aufrechten wirkt durch seine Kurvigkeit schon fast kursiv. Erst im Vergleich mit den schwungvollen Interpretationen von y, v und w der tatsächlichen Novel-Sans-Kursiven wirken alle aufrechten Buchstaben doch brav.

Novel Sans ist potent, elegant und stilsicher. Alle Kurven sind mit ausgesprochener Genauigkeit gespannt. Nichts deutet auf jene jahrelange Schufterei mit Bézierkurvenankerpunkten auf dem begrenzten PostScript-Unit-Fontraster hin, die in diesen Entwurf geflossen sein müssen – selbst der kritische Betrachter sieht nichts als meisterhafte Leichtigkeit. Die Novel Sans kommt – genau wie ihr Serifen-Pendant – ohne Ink Traps aus. So treten auch bei extrem großen Anwendungen, wie etwa in Wegeleitsystemen und beim Corporate Design, keine störenden Details zutage.

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Matryoshka

von Florian Hardwig am 22. Februar 2011


Eine der jüngsten Eruptionen der Karlsruher Volcano-Fontschmiede bringt uns die Matryoshka. Wie die gleichnamigen russischen Holzpuppen hat es dieses Schriftpaket in sich. Matryoshka besteht aus 7 Strichstärken, von XXS (mager­süchtig) bis XXL (adipös), die zu typografischen Verschachtelungen einladen. Dazu kommt ein Multi-Line-Stil, der in den Proportionen der XXL entspricht. Diese Variante heißt Matryoshka Pregnant – also schwanger; sie trägt alle anderen in sich. Stapelt man die 7 Strichstärken abwechselnd schwarz und weiß übereinander, wäre das Ergebnis identisch mit der Pregnant.
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Rooney

von Frank Rausch am 13. Oktober 2010

In den letzten Jahren hat es sich kaum ein namhafter Schriftproduzent nehmen lassen, seine serifenlosen Klassiker abzurunden und als neue Schrift zu verkaufen. Der Trend ging zur Rounded – und ebbt schon langsam wieder ab.

Jan Fromms Rooney hingegen ist eine Serifenschrift und zudem Round, nicht Rounded – hier wurde nichts nachträglich abgerundet. Die Rundungen sind nicht abgelutscht, sondern von vornherein in die Konstruktion der Buchstaben eingeflossen, vergleichbar mit bekannten Klassikern wie Cooper Black und Souvenir. Natürlich ist Rooney auch noch zeitgenössisch geformt, gut ausgebaut und ausgezeichnet produziert, wie man es schon von Jans Camingo gewohnt ist.

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Heimat Sans

von Frank Rausch am 7. September 2010

Christoph Dunst: Heimat Sans

Eine lesbare geometrische Schrift zu gestalten – mit diesem vermeintlich einfachen Vorhaben trauen sich viele Anfänger ins Reich der Schriftgestaltung. Was aber entsteht, wenn sich ein exzellent ausgebildeter, TDC-prämierter Schriftgestalter in seiner Arbeit mit geometrischen Grundformen beschäftigt? Christoph Dunst beantwortet diese Frage mit seiner neuen Schrift Heimat.
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Tierra Nueva: die Kunst der Interpretation

von MyFonts.de am 18. August 2010

Tierra Nueva

Tierra Nueva, Neues Land, so heißt die neueste Schrift von FDI, dem Schriftverlag von Ralf Hermann. Für ihren Gestalter, den Österreicher Sebastian Nagel, steht sie tatsächlich für typografisches Neuland. Die erste von FDI veröffentlichte Nagel-Schrift, das Tschichold-Revival Iwan Reschniev, war von einer Faszination für das modernistisch-geometrische Idiom geprägt. Mit Tierra Nueva beleuchtet er nun eine völlig andere Seite der Schriftgeschichte. Die barocke Familie basiert auf einer Landkarte Amerikas aus dem Jahr 1562.
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Oliva

von Florian Hardwig am 4. August 2010

Specimen der Oliva von Viktor Nübel: Agent 007 / Pussy Galore / Brown Sugar / Disco Fever / Super Fly / Soul Explosion / Baroquoco / Art Deco

Von Viktor Nübel kommt eine aufregende Displayschrift, die mit ihren starken Rundformen an die Flower-Power-Ästhetik der späten 1960er, die Plattencover von Soul und Funk der 1970er und auch ein wenig an die Disco-Ära erinnert.

Oliva ist konstruiert und dekorativ zugleich. Die Buchstaben sind rund um ein Grundmotiv entworfen: fast alle enthalten ein ganzes oder halbiertes Oval, der Weißflächenanteil ist auf ein Minimum reduziert. Manche Zeichen wie å oder š könnten glatt als futuristische Schachfiguren durchgehen, andere als Vorlagen zu Fantastic-Plastic-Designermöbeln dienen. Diese Abstraktion ist zwar nicht immer ideal für die Lesbarkeit (darum geht es bei Displayschriften auch nicht), sorgt aber für die nötige Wucht in Wortmarken und Titelzeilen, auf Schildern oder Plakaten.
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Lapidaria

von MyFonts.de am 18. Juni 2010

Lapidaria: Specimen

Die jüngste Veröffentlichung von Andreas Stötzner hat es in sich: Lapidaria ist die wohl erste ›dreihäusige‹ Serifenlose – eine Schriftfamilie mit integrierter Unziale. Stötzner charakterisiert die Lapidaria als »geometrisch mit humanem Antlitz«; es ist eine kühle Schrift mit geometrischer Anmutung, die jedoch nicht konstruktivistisch daherkommt.
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