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	<title>MyFonts.de &#187; Fontschau</title>
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	<description>Die deutsche Dependance von MyFonts.com</description>
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		<title>Lapidaria</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 07:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MyFonts.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die jüngste Veröffentlichung von Andreas Stötzner hat es in sich: Lapidaria ist die wohl erste ›dreihäusige‹ Serifenlose – eine Schriftfamilie mit integrierter Unziale. Stötzner charakterisiert die Lapidaria als »geometrisch mit humanem Antlitz«; es ist eine kühle Schrift mit geometrischer Anmutung, die jedoch nicht konstruktivistisch daherkommt.

Eigentlich wollte Stötzner keine Endstrichlose entwerfen. Als er aber vor einigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Specimen.gif" alt="Lapidaria: Specimen" title="Lapidaria: Specimen" width="504" height="360" class="alignnone size-full wp-image-917" /></p>
<p>Die jüngste Veröffentlichung von <a href="http://new.myfonts.com/person/Andreas_Stötzner/?refby=mfde">Andreas Stötzner</a> hat es in sich: <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">Lapidaria</a> ist die wohl erste ›dreihäusige‹ Serifenlose – eine Schriftfamilie mit integrierter Unziale. Stötzner charakterisiert die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">Lapidaria</a> als »geometrisch mit humanem Antlitz«; es ist eine kühle Schrift mit geometrischer Anmutung, die jedoch nicht konstruktivistisch daherkommt.<br />
<span id="more-916"></span><br />
Eigentlich wollte Stötzner keine Endstrichlose entwerfen. Als er aber vor einigen Jahren an der <a href="http://www.hgb-leipzig.de"><span class="caps">HGB</span> Leipzig</a> einen Kurs im Schriftzeichnen gab, benötigte er dazu ein simples Muster der klassischen <a href="http://new.myfonts.com/tags/capitalis/?refby=mfde">Capitalis</a>. In Büchern wurde er nicht fündig, also zeichnete er die Vorlage kurzerhand selbst: in Illustrator entstanden Skelett-Lettern auf einem quadratischen 4×4-Raster. Mit Hilfe der Kontur-Nachzeichnen-Funktion ließen sie sich im Handumdrehen zu Outline-Glyphen umwandeln – so lag die Idee nahe, diese zu einem vollständigen Font auszuarbeiten. Mehrere Jahre vergingen, der Rohentwurf ging Stötzner jedoch nicht mehr aus dem Sinn. »Mache die Schrift!«, hörte er eine innere Stimme flüstern. Doch welche Formen könnten die Großbuchstaben ergänzen? Kapitälchen böten sich an, doch wäre die Schrift damit noch stets recht versallastig. </p>
<p>Der Blick auf ein anderes Projekt, die Antiqua-Großfamilie <a href="http://new.myfonts.com/search/name%3AAndron/fonts/?refby=mfde">Andron</a>, brachte den entscheidenden Impuls. Für Andron hatte Andreas Stötzner ein System entwickelt, das er ›trikamerales‹ oder ›dreihäusiges‹ Alphabet nennt: neben den Klein- und Großbuchstaben umfasst es eine dritte Größe; Mittelbuchstaben. Anders als Kapitälchen – verkleinerte Versalien – besitzt diese Zwischenstufe ganz eigenständige Formen. Sie leiten sich von der <a href="http://new.myfonts.com/tags/uncial/?refby=mfde">Unziale</a> ab, einer Buchschrift, die ebenfalls römischen Ursprungs ist, aber mehrere Jahrhunderte nach der Capitalis entstand. Die Unziale weist bereits einige Unter- und Oberlängen auf und stellt schrifthistorisch die Übergangsform zur Minuskel dar. Das war die Lösung, nun nahm die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">Lapidaria</a> Form an.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Terzett.gif" alt="Lapidaria: Terzett" title="Lapidaria: Terzett" width="504" height="123" class="alignnone size-full wp-image-918" /></p>
<p>Für Freunde schnörkelloser Schriften wie <a href="http://new.myfonts.com/fonts/adobe/gill-sans/?refby=mfde">Gill Sans</a> oder <a href="http://new.myfonts.com/fonts/neufville/futura-nd/?refby=mfde">Futura</a> bietet die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">Lapidaria</a> eine willkommene Alternative. In längeren Texten ergibt sie ein offenes, ruhiges Satzbild, ihre besondere Stärke bringt sie aber wohl eher im Akzidenz- und Auszeichnungssatz zur Geltung.  Das schmale <em>E</em> und das breite <em>M</em>, das kreisrund wirkende <em>O</em> und das <em>Q</em> mit dem weit ausladenden Schweif, das aus zwei übereinandergeschobenen <em>V</em> zusammengesetzte <em>W</em> – in vielen Details wird die <a href="http://new.myfonts.com/tags/capitalis/?testdrive=dock%3Dfalse%26size%3D72%26w%3D600%26src%3Dcustom%26text%3DEMOQVW%26fg%3D000000%26bg%3Dffffff%26goodies%3Dfit%26seed%3D16&refby=mfde">römische Herkunft</a> offenbar. Zu den klassischen Versalien und den auf Form und Proportion der <a href="http://new.myfonts.com/tags/garalde/?refby=mfde">Renaissance-Antiqua</a> basierenden Gemeinen gesellt sich die <a href="http://new.myfonts.com/tags/uncial/?refby=mfde">Unzialform</a>, die in ihrer monolinearen, nicht vom Duktus der Breitfeder bestimmten Spielart wohl einzigartig ist. Harmonisch fügt sie sich in das System ein und komplettiert die Schriftfamilie zu einem vielseitig verwendbaren, zeitgenössischen Terzett. So eröffnen sich ganz neue, reizvolle Möglichkeiten für Titelgestaltung und Firmierungen.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Anwendungen.gif" alt="Lapidaria: Anwendungen" title="Lapidaria: Anwendungen" width="504" height="310" class="alignnone size-full wp-image-919" /></p>
<p>Alle Schnitte enthalten die nötigen Zeichen für sämtliche europäischen, mit dem lateinischen Alphabet geschriebenen Sprachen; zusätzlich wird <a href="http://new.myfonts.com/search/charset:grk/fonts/?testdrive=dock%3Dfalse%26size%3D72%26w%3D600%26src%3Dpangram.89%26text%3D%255BGreek%2520(Monotonic)%255D%26fg%3D000000%26bg%3Dffffff%26goodies%3Dfit%26seed%3D26&refby=mfde">Griechisch</a> unterstützt.<br />
<img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Alternativformen.gif" alt="Lapidaria: Alternativformen" title="Lapidaria: Alternativformen" width="504" height="240" class="alignnone size-full wp-image-920" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">Lapidaria</a> kann mit einer Reihe von Sonderzeichen und Alternativformen aufwarten. So gibt es beispielsweise Ligaturen für das im Niederländischen vorkommende <em>ij/IJ</em>. Auch an ein langes <em>s</em> inkl. entsprechender Ligaturen ist gedacht. Wenig überraschend ist die Existenz eines <a href="http://www.signographie.de/cms/front_content.php?idcat=130">versalen Eszetts</a> – war Andreas Stötzner doch, zusammen mit seiner Frau Uta, die treibende Kraft hinter der Aufnahme dieses Zeichens in den Unicode-Standard.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Ornamente.gif" alt="Lapidaria: Ornamente" title="Lapidaria: Ornamente" width="504" height="60" class="alignnone size-full wp-image-921" /></p>
<p class="caption">10 stilistisch abgestimmte Ornamente erweitern die Palette der Lapidaria.</p>
<p>Die Familie besteht aus <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">neun Fonts</a>: drei Varianten (<em>Maior, Medior, Minor</em> – also Groß-, Mittel- und Kleinbuchstaben), jeweils in drei Strichstärken. Eine Kursive ist zunächst nicht geplant. Auch eine kräftigere, über die <em>Semibold</em> hinausgehende Strichstärke kann sich Stötzner nur schwerlich vorstellen – übermäßig fette Lettern gefallen dem Schriftgestalter nicht besonders. </p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Stile.gif" alt="Lapidaria: Stile" title="Lapidaria: Stile" width="504" height="115" class="alignnone size-full wp-image-922" /></p>
<p class="caption">Drei mal drei macht neun: <em>Lapidaria Maior</em> (mit Kapitälchen), <em>Medior</em> (mit Unziale) und <em>Minor</em> (mit konventionellen Kleinbuchstaben), in <em>Light, Regular</em> und <em>Semibold</em></p>
<p>Trotzdem gibt es bereits Ideen für einen möglichen Ausbau der Familie: eine zwischen der <em>Regular</em> und der <em>Semibold</em> angesiedelte <em>Medium</em> oder eine feine <em>Thin</em> könnten sinnvolle Erweiterungen darstellen. Am meisten angetan ist Stötzner aber von einer ganz anderen Richtung: zur Zeit lotet er das Potential von verzierten Initialen und Schwungvarianten aus.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/06/Lapidaria-Initiale.gif" alt="Lapidaria: Initiale" title="Lapidaria: Initiale" width="504" height="142" class="alignnone size-full wp-image-923" /></p>
<p class="caption">Zukunftsmusik: Andreas Stötzner gewährt einen Einblick in seine Ornament-Studien.</p>
<p>Bis Ende Juni 2010 ist die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">Lapidaria</a> zu einem um 10% ermäßigten Einführungspreis erhältlich. Um die Schrift ausprobieren zu können, steht mit der <em>Medior Light</em> ein Schnitt <a href="http://new.myfonts.com/fonts/andreas-stotzner/lapidaria/?refby=mfde">zum freien Download</a> bereit.</p>
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		<title>Novel</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2010/05/novel/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 10:15:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Novel hat ihren Namen nicht von ungefähr – Christoph Dunst wollte beim Entwurf der Novel nicht das Rad neu erfinden, sondern eine verdammt gute Renaissance-Antiqua zeichnen; eine Schriftgattung, die gerne in Romanen und Lesebüchern verwendet wird.
Dabei hat er es geschafft, holländischer zu sein als viele Holländer. Die Perfektion jeder einzelnen Kurve, das umfassende Verständnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-900" title="novel" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/04/novel.png" alt="" width="400" height="400" /></p>
<p>Die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Novel</a> hat ihren Namen nicht von ungefähr – <a href="http://new.myfonts.com/person/Christoph_Dunst/?refby=mfde">Christoph Dunst</a> wollte beim Entwurf der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Novel</a> nicht das Rad neu erfinden, sondern eine verdammt gute <a href="http://new.myfonts.com/tags/oldstyle/?refby=mfde">Renaissance-Antiqua</a> zeichnen; eine Schriftgattung, die gerne in Romanen und Lesebüchern verwendet wird.</p>
<p>Dabei hat er es geschafft, holländischer zu sein als viele <a href="http://new.myfonts.com/users/nxxwqywap0/albums/464234/?refby=mfde">Holländer</a>. Die Perfektion jeder einzelnen Kurve, das umfassende Verständnis des Schreibwerkzeugs und seiner Spuren stehen unverkennbar in der Tradition <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gerrit_Noordzij">Gerrit Noordzijs</a>.</p>
<p><span id="more-894"></span>Der mutmaßliche Grund hierfür: Christoph hat nicht nur seinen Master an der <a href="http://www.kabk.nl/">Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten</a> in Den Haag erhalten, sondern dort schon vorher sein gesamtes Designstudium absolviert.</p>
<p>An den klassischen Proportionen, dem leicht schrägen Bindestrich, der römischen Mediäval-1, der offenen Punze am <em>P</em> und den vielen Großbuchstabenligaturen ist gut zu erkennen, dass Christoph sich an historischen Vorbildern orientiert hat. Im Gegensatz zu vielen anderen zeitgenössischen Gestaltern verzichtet Christoph komplett auf sogenannte <em><a href="http://new.myfonts.com/search/ink+trap/fonts/?refby=mfde">Ink Traps</a></em> .</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-896" title="novel-specimen" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/04/novel-specimen.png" alt="" width="504" height="743" /></p>
<p>In der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Pro-Version</a> gibt es ein <em>ſ</em> (Lang-<em>s</em>), Standard- und Schmuckligaturen, 14 verschiedene Zahlenarten und Formvarianten, sowie den heutzutage gebräuchlichen Grad an Internationalisierung für das lateinische Alphabet. Doch auch mit der weniger umfassenden aber deutlich günstigeren <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-std/?refby=mfde">Std-Version</a> lässt es sich sehr ordentlich arbeiten.</p>
<p><img title="novel-ligatures" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/04/novel-ligatures.png" alt="" width="504" height="468" /></p>
<p>Die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Novel</a> besteht aus 6 Schnitten, jeweils mit Kursiver und Kapitälchen:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-898" title="novel-weights-1" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/04/novel-weights-1.png" alt="" width="504" height="529" /></p>
<p>Die Aufrechte der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Novel</a> wirkt im Schriftbild neutral, während die extrem schmale und schwungvolle Kursive sich gibt wie mit der Breitfeder oder einem breiten Pinsel geschrieben. Christoph betont gerne, dass dem finalen Entwurf endlose Kalligrafiestudien vorausgegangen sind. Die kursiven Novel-Schnitte eignen sich nicht nur gut für Auszeichnungen im Text, sie macht sich auch hervorragend in großen Überschriften.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-899" title="novel-weights-2" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/04/novel-weights-2.png" alt="" width="504" height="524" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Novel</a> ist Understatement und Extravaganz in einem. Eine Schrift, die nicht durch Innovation, sondern durch Eleganz und Perfektion zu einem Klassiker werden könnte. Dieser Meinung scheint auch der Type Directors Club zu sein: Für die Novel <a href="http://tdc.org/tdc/tdc2-2009-winners">erhielt Christoph 2009 den begehrten TDC Award</a>.</p>
<p><img class="alignnone size-full  wp-image-897" title="novel-vs-anderefonts" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/04/novel-vs-anderefonts.png" alt="" width="504" height="197" /></p>
<p>Hoffentlich wird der ein oder andere Verlag auf diese fantastische Schrift aufmerksam – <a href="http://new.myfonts.com/fonts/burodunst/novel-pro/?refby=mfde">Novel</a> ist ein guter Grund, sich von <a href="http://new.myfonts.com/search/Garamond/fonts/?refby=mfde">Garamond</a>, <a href="http://new.myfonts.com/search/Sabon/fonts/?refby=mfde">Sabon</a> oder gar <a href="http://new.myfonts.com/fonts/adobe/rotis-serif/?refby=mfde">Rotis Serif</a> zu verabschieden und durch dieses frische, zeitlose Meisterwerk zu ersetzen. Als Buchschrift kann sie vollkommen überzeugen und den Klassikern das Wasser reichen.﻿</p>
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		<title>Fraktendon</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2010/02/fraktendon/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 12:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fraktendon klingt wie ein Typografenwitz – und ist es auch:
Das Prinzip der Fraktendon von Boris Kahl und Lars Harmsen (erschienen bei Volcano Type) ist so schräg, dass man diese Schrift einmal gesehen haben muss. Andernfalls glaubt man kaum, dass ein Minotaurus aus Fraktur und Clarendon lebensfähig sein oder gar halbwegs lesbar funktionieren kann.
Nüchtern-gesitteter Frack-Gentleman tanzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-784" title="fraktendon-characterset" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/fraktendon-characterset.gif" alt="" width="504" height="262" /></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://new.myfonts.com/fonts/volcano/fraktendon/?refby=mfde">Fraktendon</a> klingt wie ein Typografenwitz – und ist es auch:</p>
<p style="text-align: left;">Das Prinzip der <em>Fraktendon</em> von <a href="http://new.myfonts.com/person/Boris_Kahl/?refby=mfde">Boris Kahl</a> und <a href="http://new.myfonts.com/person/Lars_Harmsen/?refby=mfde">Lars Harmsen</a><a href="http://new.myfonts.com/foundry/Volcano/?refby=mfde"></a> (erschienen bei <a href="http://new.myfonts.com/foundry/Volcano/?refby=mfde">Volcano Type</a>) ist so schräg, dass man diese Schrift einmal gesehen haben muss. Andernfalls glaubt man kaum, dass ein Minotaurus aus <a href="http://new.myfonts.com/search/fraktur/fonts/?refby=mfde">Fraktur</a> und <a href="http://new.myfonts.com/search/Clarendon/fonts/?refby=mfde">Clarendon</a> lebensfähig sein oder gar halbwegs lesbar funktionieren kann.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-781"></span>Nüchtern-gesitteter Frack-Gentleman tanzt Polka auf fröhlich schwingenden Fraktur-Beinen &#8230; möchte man das sehen? Ich schon! Als sie mir 2004 das erste Mal über den Weg lief, war ich entzückt und fasziniert, wie hervorragend schriftgestalterische Schamlosigkeit aussehen kann.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-792" title="fraktendon-fma" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/fraktendon-fma.jpg" alt="" width="504" height="336" /></p>
<p style="text-align: left;"><span class="caption"><em>Fraktendon</em> in Judith Schalanskys zweiter Auflage von <a href="http://www.amazon.de/Fraktur-mon-Amour-Judith-Schalansky/dp/3874397483/ref=nosim?tag=myfode-21">Fraktur Mon Amour</a></span></p>
<p style="text-align: left;">Weit hergeholt ist die Verbindung beider Schriften übrigens nicht: Die <a href="http://new.myfonts.com/search/Clarendon/fonts/?refby=mfde">Clarendon</a> erfreute sich im ausgehenden 19. Jahrhundert auch in deutschen Gefilden großer Beliebtheit und war oft Seite an Seite mit <a href="http://new.myfonts.com/search/fraktur/fonts/?refby=mfde">gebrochenen</a> Kollegen zu sehen. Damals wohlgemerkt gesittet nebeneinander – nicht gekreuzt.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignnone size-full wp-image-783" title="Fraktendon-Fangland" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/Fraktendon-Fangland.jpg" alt="" width="504" height="530" /></p>
<p class="caption" style="text-align: left;">Chip Kidd zeigt dem begeisterten Publikum der TypoBerlin 2009 sein mit Fraktendon gestaltetes Cover für <em>Fangland</em> (»A romantic dramady about vampires who work in network broadcasting«). | Foto © Slanted, Boris Kahl</p>
<p style="text-align: left;">Es gibt jede Menge sinnvolle Schriften; die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/volcano/fraktendon/?refby=mfde">Fraktendon</a> zählt eher nicht dazu. Aber dieser Umstand sollte niemandem den Frankensteinschen Spaß an der vollendeten Buchstabenfledderei verderben. Spätestens zu Halloween sollte man das eigene Schriften-Arsenal um diesen Scherzartikel aufgerüstet haben, denn mit ihm lässt sich allen kulturhistorisch bewanderten Typografen ein Schauer über den Rücken jagen.</p>
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		</item>
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		<title>MyFonts.de Neujahrs-Aktion: HvD Bumper für 10 $</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2010/01/aktion-hvd-bumper/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 17:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MyFonts.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hannes von Döhren aus Berlin ist ein Shootingstar der jungen Schriftgestaltung. Seit er Anfang 2009 auf der MyFonts-Bühne erschien, veröffentlichte er einen originellen Entwurf nach dem anderen: die kurvenreiche Textschrift Brevia, die freche Cowboyslang, die polemische Gratisschrift Comic Serif – und ständig kommen weitere hinzu.
Das beste daran ist: Wir haben Hannes von Döhren gewinnen können, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-771" title="Aktion: MyFonts.de &amp; HVD Fonts" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/myfonts_de_offer.png" alt="" width="504" height="734" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/person/Hannes_von_D%C3%B6hren/?refby=mfde">Hannes von Döhren</a> aus Berlin ist ein Shootingstar der jungen Schriftgestaltung. Seit er Anfang 2009 auf der <a href="http://new.myfonts.com/foundry/HVD_Fonts/?refby=mfde">MyFonts-Bühne</a> erschien, veröffentlichte er einen originellen Entwurf nach dem anderen: die kurvenreiche Textschrift <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/brevia/?refby=mfde">Brevia</a>, die freche <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/cowboyslang/?refby=mfde">Cowboyslang</a>, die polemische Gratisschrift <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/hvd-comic-serif-pro/?refby=mfde">Comic Serif</a> – und ständig kommen <a href="http://new.myfonts.com/foundry/HVD_Fonts/?refby=mfde">weitere</a> hinzu.</p>
<p>Das beste daran ist: Wir haben Hannes von Döhren gewinnen können, unseren MyFonts.de-Lesern einen exklusiven Rabatt zu gewähren:</p>
<p><strong>Bis zum 31.01.2010 <span style="text-decoration: line-through;">gibt</span> gab es die brandneue fette Display-Schrift <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">HvD Bumper</a> zum Knallerpreis, der für eine Qualitätsschrift wie diese fast geschenkt ist: <span style="text-decoration: line-through;">5 $ für einen Schnitt oder 10 $ für alle drei Schnitte zusammen</span> – regulär kostet die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> 39 $!</strong></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Lesen Sie schnell weiter – den speziellen Coupon-Code für die Rabattaktion finden Sie unten.</span><br />
<span id="more-750"></span><br />
<a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> ist die perfekte fette Serifenlose, wenn man laut sein will, ohne typografisch zu sündigen. Headlines in <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> schreien immer und passen trotzdem – egal ob in der dekadent platzgreifenden <em>Regular</em>, der schmaleren <em>Condensed</em> oder der listig gequetschten <em>Compressed</em>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-758" title="hvdbumper-poster" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/hvdbumper-poster.png" alt="" width="504" height="734" /></p>
<p>Die drei Schnitte <em>Regular</em>, <em>Condensed</em> und <em>Compressed</em> lassen sich auch innerhalb eines Worts individuell mischen, um ein handgemachtes, unruhiges aber trotzdem stimmiges Gesamtbild zu erzeugen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-759" title="hvdbumper-widths" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/hvdbumper-widths.png" alt="" width="504" height="700" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> bewegt sich zwischen Boulevardmagazin und Plakatkunst, lässt sich für Flyer aller Art benutzen und sind sehr robust gegen Missbrauch – selbst ein 3D-Programm kann dem trocken-selbstbewussten Stil und der Lesbarkeit dieser Schrift wenig anhaben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-772" title="Bumper: Basic Characterset" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2010/01/myfonts_de_504_2.png" alt="Bumper: Basic Characterset" width="504" height="700" /></p>
<p>Als zeitgemäßer Ersatz für <a href="http://new.myfonts.com/fonts/adobe/impact/?refby=mfde">Impact</a>, <a href="http://new.myfonts.com/fonts/adobe/helvetica/helvetica-compressed-1274/?refby=mfde">Helvetica Compressed</a> oder <a href="http://new.myfonts.com/fonts/adobe/univers/condensed-bold/?refby=mfde">Univers Condensed</a> könnte sie vielen Standardschriftbenutzern für wenig Geld zu einem individuelleren Look verhelfen.</p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> ist zeitgeistig, wird aber auch nach 2010 gute Überschrift-Dienste erweisen.</p>
<h2><span style="text-decoration: line-through;">Folgende Schritte führen zum Rabatt:</span></h2>
<p><span style="text-decoration: line-through;"><strong>(1)</strong> <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Diesen Link klicken</a>, um zur <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> auf MyFonts.com zu gelangen.<br />
<strong>(2)</strong></span> <span style="text-decoration: line-through;"> <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/bumper/?refby=mfde">Bumper</a> in den Einkaufswagen legen.<br />
<strong>(3)</strong></span> <span style="text-decoration: line-through;"> Coupon-Code eingeben und nur 5 $ pro Schnitt bzw. 10 $ für das Dreierpack bezahlen.</span></p>
<p><strong>Wichtig: Dieses Angebot <span style="text-decoration: line-through;">endet</span> endete am 31.01.2010!<br />
</strong></p>
<p>Ein frohes neues Jahr wünschen<br />
Jan, Florian und Frank<br />
<em>von MyFonts.de</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aeronaut &amp; Ivory</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2009/12/aeronaut-ivory/</link>
		<comments>http://www.myfonts.de/2009/12/aeronaut-ivory/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 07:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hardwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>
		<category><![CDATA[Foundry-Porträt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Georg Herold-Wildfellner und Marcus Sterz von schriftbuero/FaceType lassen mit Aeronaut und Ivory gleich zwei historische Schmuckalphabete neu aufleben. Gemeinsam ist beiden Fonts die Möglichkeit zur einfachen und schnellen Komposition zweifarbiger Schriftzüge. Über die Herkunft der Schriften und die Handhabung von chromatischen Fonts haben wir mit einem der beiden Designer gesprochen.

Georg, wie kommst Du auf Ideen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/aeronaut-ivory.jpg" alt="Aeronaut (Schneeglöckchen) &#038; Ivory (Weißröckchen)" title="Aeronaut (Schneeglöckchen) &#038; Ivory (Weißröckchen)" width="504" height="302" class="alignnone size-full wp-image-687" /></p>
<p>Georg Herold-Wildfellner und Marcus Sterz von <em>schriftbuero/FaceType</em> lassen mit <em>Aeronaut</em> und <em>Ivory</em> gleich zwei historische Schmuckalphabete neu aufleben. Gemeinsam ist beiden Fonts die Möglichkeit zur einfachen und schnellen Komposition zweifarbiger Schriftzüge. Über die Herkunft der Schriften und die Handhabung von chromatischen Fonts haben wir mit einem der beiden Designer gesprochen.<br />
<span id="more-686"></span></p>
<p><strong>Georg, wie kommst Du auf Ideen zu Schriften wie <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/?refby=mfde">Aeronaut</a> oder <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/?refby=mfde">Ivory</a>?</strong></p>
<p>Der Plakatdruck galt Ende des 19. Jahrhunderts als eine eigene Kunstform. Dementsprechend fantastisch und einzigartig sind für mich die damals entworfenen Schriften. Die Plakate und Schriftmusterbücher aus der Zeit um 1900 dienen mir als Inspiration. Trotz der Tonnen an Schriften, die Designern heute zur Verfügung stehen, gibt es eine Fülle an unentdecktem »Typomaterial«. Mit Glück lassen sich Schriften mit starkem individuellen Charakter entdecken, mit etwas mehr Glück sind diese Schriften relativ komplett.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/Aeronaut-Vorlage.jpg" alt="Kirchengothische Schrift aus ›Vorlegeblätter für Firmenschreiber‹ (1879) – die Inspiration zur Aeronaut" title="Kirchengothische Schrift aus ›Vorlegeblätter für Firmenschreiber‹ (1879) – die Inspiration zur Aeronaut" width="504" height="371" class="alignnone size-full wp-image-688" /></p>
<p><strong>Wie war das bei der Aeronaut? Ist das ein originalgetreues Revival, oder habt ihr vorgefundene Lettern frei interpretiert? </strong></p>
<p>Die Idee zur Schrift entstammt dem Buch <em>Vorlegeblätter für Firmenschreiber</em> von 1879. Das Alphabet ist darin fast vollständig abgedruckt, ergänzt werden musste trotzdem einiges, so z.B. sämtliche diakritischen Zeichen, Interpunktion, Ziffern und Währungssymbole &#8230;  Wir haben uns bei der Digitalisierung viel Raum für eigene Interpretation gelassen und die Schrift um einige Ligaturen erweitert. Schriftzeichen wurden einerseits aus ästhetischen Gründen überarbeitet, oder auch dann, wenn eine klare Erkennbarkeit der Zeichen nicht gegeben war.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/LCG.gif" alt="Vergleich Originalvorlage und Aeronaut: L, C, G" title="Vergleich Originalvorlage und Aeronaut: L, C, G" width="504" height="165" class="alignnone size-full wp-image-689" />
<p class="caption">Vorlage in grau, Aeronaut in schwarz: Während manche Buchstaben wie z.B. das <em>L</em> (links) aus rein ästhetischen Motiven uminterpretiert wurden, war bei anderen wie <em>C</em> (Mitte) und <em>G</em> (rechts) die mangelnde Lesbarkeit der Grund für eine vom Original abweichende Neugestaltung.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/xyz.gif" alt="Vergleich Originalvorlage und Aeronaut: x, y, z" title="Vergleich Originalvorlage und Aeronaut: x, y, z" width="504" height="120" class="alignnone size-full wp-image-690" />
<p class="caption">Die gotischen Kleinbuchstaben <em>x, y, z</em> sind für Ungeübte nur schwer zu entziffern. Die Gestalter entschieden sich bei der Aeronaut gegen historische Authentizität und für Formen, die heute eher eine internationale Einsetzbarkeit gewährleisten.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/Aeronaut-Anwendung.jpg" alt="Aeronaut in Anwendung: Initialen" title="Aeronaut in Anwendung: Initialen" width="504" height="280" class="alignnone size-full wp-image-700" /></p>
<p><strong>Aeronaut und Ivory sind Bi-Color-Schriften. Was muss man bei der Anwendung solcher <a href="http://new.myfonts.com/tags/chromatic/?refby=mfde">chromatischer Fonts</a> beachten?</strong></p>
<p>Die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/?refby=mfde">Aeronaut</a> ist eine Display-Schrift. Die dekorativen Elemente der Versalien, die Schnörkel, die wir Fallschirme nennen und die kleinen gebogenen Pfeile nehmen der neogotischen Schrift die typische Strenge und unterstützen ihren spielerischen Charakter.<br />
Das zusätzliche Feature der Zweifarbigkeit hat bereits bei der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/?refby=mfde">Ivory</a> den Nerv der Zeit getroffen. Auch bei der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/?refby=mfde">Aeronaut</a> hat es sich aufgedrängt: wir haben die Verzierungen von den Buchstaben getrennt und diese in einen eigenen Font gepackt. <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/base/?refby=mfde">Aeronaut Base</a> ist somit die ›entkleidete Variante‹ (wie MyFonts.com <a href="http://new.myfonts.com/newsletters/rs/200912.html?refby=mfde">treffend formuliert</a>), <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/parachute/?refby=mfde">Aeronaut Parachute</a> bzw. <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/balloon/?refby=mfde">Aeronaut Balloon</a> enthalten die passenden Verzierungen dazu. <em>Base</em> und <em>Parachute</em> (bzw. <em>Balloon</em>) übereinander gelegt und unterschiedlich eingefärbt ergeben den zweifarbigen Schriftsatz.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/ae-1.gif" alt="Aeronaut Regular" title="Aeronaut Regular" width="504" height="96" class="alignnone size-full wp-image-691" />
<p class="caption">In der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/regular/?refby=mfde">Aeronaut Regular</a> sind die ›Fallschirme‹ bereits eingebaut. Mit dieser Version kann man vorab prüfen, wie groß der gesamte Schriftzug inkl. Schnörkel am Ende ausfallen wird.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/ae-2.gif" alt="Aeronaut Base" title="Aeronaut Base" width="504" height="96" class="alignnone size-full wp-image-692" />
<p class="caption">Um die Zeile aber in zwei unterschiedlichen Farben einfärben zu können, wählt man zunächst die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/base/?refby=mfde">Aeronaut Base</a>. Bei diesem Font sind die Schnörkel und i-Punkte ausgespart.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/ae-3.gif" alt="Aeronaut Parachute" title="Aeronaut Parachute" width="504" height="96" class="alignnone size-full wp-image-693" />
<p class="caption">Nun wird die Ebene dupliziert – oder der Textrahmen kopiert und an genau der selben Stelle wieder eingefügt. Für die zweite Komponente wählt man die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/parachute/?refby=mfde">Aeronaut Parachute</a> (bzw. alternativ die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/balloon/?refby=mfde">Aeronaut Balloon</a>, diese hat etwas längere Schnörkel).</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/ae-4.gif" alt="Aeronaut in chromatischer Anwendung" title="Aeronaut in chromatischer Anwendung" width="504" height="96" class="alignnone size-full wp-image-694" />
<p class="caption">Buchstaben und Schnörkel stehen nun passgenau übereinander. Beide Textrahmen nach Belieben einfärben – fertig!</p>
<p><strong>Die andere von Dir gestaltete Schrift heißt Ivory. Das ist eine Versalschrift, sie hat also nur Großbuchstaben. Woher kommt sie?</strong></p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/Ivory-Vorlage.jpg" alt="Die Vorlage zur Ivory: ein Pomologie-Kompendium von 1882 " title="Die Vorlage zur Ivory: ein Pomologie-Kompendium von 1882 " width="504" height="252" class="alignnone size-full wp-image-695" /></p>
<p>Die Initiative zur <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/?refby=mfde">Ivory</a> kam von <a href="http://new.myfonts.com/person/Marcus_Sterz/?refby=mfde">Marcus Sterz</a>. Ebenso stammt die Vorlage von ihm, er fand sie in einem alten Kompendium über Pomologie (Obstbaumkunde). Die Zeichen waren recht klein und das Alphabet unvollständig, aber gemeinsam gelang es uns, die Schrift wiederzubeleben. Wir fanden die Zierschwünge allein sehr elegant und beschlossen, sie von den Lettern zu trennen, um einerseits zweifarbige Initialen zu ermöglichen und andererseits den Zierrat als dekoratives Element verwenden zu können.</p>
<p>Derzeit geht dies nur über den Umweg mit duplizierten Ebenen in Programmen wie InDesign. Überraschenderweise tat diese kleine Hürde dem Erfolg keinen Abbruch, im Gegenteil: <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/?refby=mfde">Ivory</a> entwickelte sich zu unserem eigenen Erstaunen zu einem Blockbuster, der sich seit Monaten in MyFonts’ <a href="http://new.myfonts.com/bestsellers/?refby=mfde">Bestseller-Liste</a> hält.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/iv-1.gif" alt="Ivory Headline" title="Ivory Headline" width="504" height="83" class="alignnone size-full wp-image-696" />
<p class="caption">Die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/headline/?refby=mfde">Ivory Headline</a> ist für eine Bi-Color-Anwendung ungeeignet. Hier sind Buchstaben und Zierrat nämlich fest miteinander verbunden.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/iv-2.gif" alt="Ivory NoSwashes" title="Ivory NoSwashes" width="504" height="83" class="alignnone size-full wp-image-697" />
<p class="caption">Um den chromatischen Effekt zu nutzen, setzt man die Zeile(n) daher zunächst in der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/noswashes/?refby=mfde">Ivory NoSwashes</a> – reine Buchstaben, ohne Schmuck – und bestimmt Größe, Laufweite, Farbe etc.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/iv-3.gif" alt="Ivory Swashes" title="Ivory Swashes" width="504" height="83" class="alignnone size-full wp-image-698" />
<p class="caption">Im nächsten Schritt wird die Zeile kopiert und exakt auf der selben Stelle wieder eingefügt (alternativ: Ebene duplizieren). Im Schriftmenü <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/swashes/?refby=mfde">Ivory Swashes</a> auswählen und eine zweite Farbe zuweisen.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/iv-4.gif" alt="Ivory mit Zweifarbeffekt" title="Ivory mit Zweifarbeffekt" width="504" height="83" class="alignnone size-full wp-image-699" />
<p class="caption">Das Ergebnis: festlich geschmückte Lettern in zwei Farbtönen, ideal für Initialen und besondere Anlässe.</p>
<p><strong>Georg, was dürfen wir von <em>schriftbuero/FaceType</em> im neuen Jahr erwarten?</strong> </p>
<p>Ivorys Zeichensatz ist eigentlich stark eingeschränkt, daher halten wir eine Weiterentwicklung in Richtung einer Pro-Version für sinnvoll. Wir hoffen, bald Zeit für eine Erweiterung der Glyphentabelle und Verbesserung einiger Features zu finden.<br />
Zwei weitere Schriften sind bereits in Arbeit, eine besteht beinahe ausschließlich aus Verzierungen. Beide sind erneut mit chromatischen Features ausgestattet. Aus dem Bi-Color-Double wird also bald ein Bi-Color-Quartett.</p>
<p><strong>Das klingt vielversprechend, 2010 wird also ein farbenfrohes Jahr werden. Vielen Dank!</strong></p>
<p>~</p>
<h2>FaceType und schriftbuero</h2>
<p>Hinter dem Namen <a href="http://new.myfonts.com/foundry/FaceType/?refby=mfde">FaceType</a> verbergen sich die Schriftprojekte von Andrej Waldegg und Marcus Sterz. Seit Ende 2008 haben die beiden Wiener bereits 25 Schriftfamilien veröffentlicht, darunter einige <a href="http://new.myfonts.com/hotnewfonts/?refby=mfde">Hot New Fonts</a> und <a href="http://new.myfonts.com/bestsellers/?refby=mfde">Bestseller</a> wie <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/blitzplakat/?refby=mfde">Blitzplakat</a>, <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/strangelove/?refby=mfde">Strangelove</a>, <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/ivory/?refby=mfde">Ivory</a> und <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/aeronaut/?refby=mfde">Aeronaut</a>.</p>
<p>Stilistisch zeigt sich FaceType vielfältig – im Portfolio finden sich Pixelfonts (<a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/mouse-pro/?refby=mfde">Mouse Pro</a>), handgezeichnete (<a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/scrap-outline/?refby=mfde">Scrap Outline</a>) und geometrisch-konstruierte Schriften (<a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/slug/?refby=mfde">Slug</a>, ebenfalls 2-farbig!), Digitalisierungen alter Vorlagen wie der Bastard-Remix <a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/letterpress/?refby=mfde">Letterpress</a> oder ironische Hommagen an Ikonen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Ferro">Pablo Ferro</a> (<a href="http://new.myfonts.com/fonts/facetype/strangelove/?refby=mfde">Strangelove</a>).</p>
<p>Während <a href="http://new.myfonts.com/person/Andrej_Waldegg/?refby=mfde">Andrej Waldegg</a> vorwiegend Grafikprojekte vorantreibt, hat sich <a href="http://new.myfonts.com/person/Marcus_Sterz/?refby=mfde">Marcus Sterz</a> inzwischen ganz dem Schriftdesign verschrieben. Zwei Schriften im Stile des <a href="http://new.myfonts.com/tags/Art+Deco/?refby=mfde">Art Deco</a> befinden sich in der finalen Testphase und werden voraussichtlich im Januar veröffentlicht.</p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/person/Georg_Herold-Wildfellner/?refby=mfde">Georg Herold-Wildfellner</a> ist Grafik-Designer (<a href="http://www.buerofliegenpilz.at">buerofliegenpilz</a>) und Schriftgestalter (schriftbuero) und arbeitet gemeinsam mit seiner Frau Heike&nbsp;Weiss in Wien. Schriftgestaltung bedeutet für die beiden eine oft monatelange Auseinandersetzung mit einem Projekt und ist somit die perfekte Ergänzung zur terminorientierten Arbeit im Grafik-Design. Mit Marcus Sterz verbindet Georg eine langjährige Freundschaft. So kommt es, dass nun auch die von schriftbuero gestalteten Schriften bei <a href="http://new.myfonts.com/foundry/FaceType/?refby=mfde">FaceType</a> publiziert werden.</p>
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		<title>Mary Read</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2009/12/mary-read/</link>
		<comments>http://www.myfonts.de/2009/12/mary-read/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 09:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.myfonts.de/?p=670</guid>
		<description><![CDATA[
Mary Read klingt wie eine Aufforderung: »Mary, read!«*
Beim Anblick dieser Schrift fällt es Mary bestimmt gar nicht so leicht, sich auf das Lesen des Textes zu konzentrieren – weil die schönen Kurven der Schrift das typografisch versierte Auge entzückend ablenken:

Wunderbar verspielt tänzeln Wellen, Linien und Spitzen umeinander. Kringelige, ausladende Schwünge an unerwarteten Stellen zaubern ornamentale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-677" title="maryread" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/maryread.png" alt="maryread" width="504" height="682" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/mellediete/mary-read/?refby=mfde">Mary Read</a> klingt wie eine Aufforderung: <em>»Mary, read!«*</em></p>
<p>Beim Anblick dieser Schrift fällt es Mary bestimmt gar nicht so leicht, sich auf das Lesen des Textes zu konzentrieren – weil die schönen Kurven der Schrift das typografisch versierte Auge entzückend ablenken:</p>
<p><span id="more-670"></span></p>
<p>Wunderbar verspielt tänzeln Wellen, Linien und Spitzen umeinander. Kringelige, ausladende Schwünge an unerwarteten Stellen zaubern ornamentale Abwechslung, ohne verkrampft originell sein zu wollen. Anfangs- und Endformen, Schwungbuchstaben und erweiterte Ligaturen werden per OpenType automatisch angewendet.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-675" title="maryread-02" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/maryread-02.png" alt="maryread-02" width="504" height="362" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/mellediete/mary-read/?refby=mfde">Mary Read</a> ist definitiv weiblich, aber nicht mädchenhaft – mit amerikanischem <a href="http://new.myfonts.com/search/%28feminine+cute+frivolous%29/fonts/?refby=mfde">Schnulz-Lettering</a> für <a href="http://new.myfonts.com/foundry/TypeSETit/?refby=mfde">Grußkarten</a> hat sie nichts am Hut. Die Zackigkeit der Konstruktion erinnert eher an die <a href="http://new.myfonts.com/person/Gunnlaugur_SE_Briem/?refby=mfde">Briemsche</a> Italic-Schule: zweckmäßige, lesbare <a href="http://new.myfonts.com/fonts/adobe/briem-script-mm/?refby=mfde">Handschrift</a> mit hohem formalen Anspruch und der Leichtigkeit eines geübten Schreibers.<br />
Unverkennbar ist auch der Einfluss <a href="http://books.google.de/books?id=sR9g5xPPJVQC&amp;lpg=PP1&amp;dq=dutch%20type&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q=&amp;f=false">holländischer Schriftauffassung</a> – gepaart mit dem Charme und Humor zeitgenössischer <a href="http://design.fh-potsdam.de/studiengaenge/kommunikationsdesign/fachgebiete.html">Potsdamer Illustrationskultur</a>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-674" title="maryread-01" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/maryread-01.png" alt="maryread-01" width="504" height="382" /></p>
<p>Der geringe Winkel von – laut <a href="http://new.myfonts.com/person/Melle_Diete/?refby=mfde">Melle Diete</a> – exakt 5,5 Grad befindet sich ziemlich genau zwischen einer aufrechten und einer durchschnittlichen Text-Kursiven. Die Vertikale wird so immer noch sehr stark betont und erzeugt einen markanten Rhythmus.</p>
<p>Auch wenn <a href="http://new.myfonts.com/fonts/mellediete/mary-read/?refby=mfde">Mary Read</a> aussieht wie mit der Feder geschrieben, besteht <a href="http://new.myfonts.com/person/Melle_Diete/?refby=mfde">Melle Diete</a> darauf, dass jeder Buchstabe gründlich gezeichnet wurde. Über einen Zeitraum von vier Jahren sind eine Menge Herzblut und persönliche Entwicklung in diese Buchstabenformen geflossen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-676" title="maryread-charset" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/12/maryread-charset.png" alt="maryread-charset" width="504" height="493" /></p>
<p>Begeistert sind nicht nur wir – Typographica hat <a href="http://new.myfonts.com/fonts/mellediete/mary-read/?refby=mfde">Mary Read</a> als eine der besten Schriften 2008 <a href="http://new.typographica.org/2009/typeface-reviews/mary-read/">ausgezeichnet</a>.<br />
Das kalifornische Designmagazin <a href="http://shop.uppercasegallery.ca/">Uppercase verwendet</a> die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/mellediete/mary-read/?refby=mfde">Mary Read</a> als Auszeichnungsschrift.</p>
<p>Melle verriet uns, dass wir uns auf eine Schwester namens Mary Read Roman freuen dürfen – wir können es kaum erwarten.</p>
<p class="caption">*) Tatsächlich ist Mary Read der Name einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Read">englischen Piratin</a>, die Anfang des 18. Jahrhunderts ihr Unwesen trieb.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Secca</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2009/11/secca/</link>
		<comments>http://www.myfonts.de/2009/11/secca/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 14:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MyFonts.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mit der Secca erweitert Andreas Seidel das Repertoire von astype um eine zweckorientierte Groteskfamilie. Es gibt zwar keine Kursive, dafür sorgen neun fein abgestufte Strichstärken von Thin bis Ultra Black für genügend Möglichkeiten zur typografischen Differenzierung. Hinzu kommen drei extrafeine Hairline-Schnitte für große Anwendungen.

Die 9 Strichstärken: Thin, Light, Regular, Book, Medium, Bold, Extrabold, Black, Ultra [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/11/secca-specimen.gif" alt="secca-specimen" title="secca-specimen" width="503" height="331" class="alignnone size-full wp-image-584" /><br />
Mit der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/astype/secca-std/?refby=mfde">Secca</a> erweitert Andreas Seidel das Repertoire von <a href="http://new.myfonts.com/foundry/astype/?refby=mfde">astype</a> um eine zweckorientierte Groteskfamilie. Es gibt zwar keine Kursive, dafür sorgen neun fein abgestufte Strichstärken von <em>Thin</em> bis <em>Ultra Black</em> für genügend Möglichkeiten zur typografischen Differenzierung. Hinzu kommen drei extrafeine <em>Hairline</em>-Schnitte für große Anwendungen.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/11/secca-weights.gif" alt="secca-weights" title="secca-weights" width="503" height="131" class="alignnone size-full wp-image-583" />
<p class="caption">Die 9 Strichstärken: <em>Thin, Light, Regular, Book, Medium, Bold, Extrabold, Black, Ultra Black</em></p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/11/secca-hairline.gif" alt="secca-hairline" title="secca-hairline" width="503" height="294" class="alignnone size-full wp-image-585" /></p>
<p class="caption"><em>Secca Hairline 15</em></p>
<p>Wer die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/astype/secca-std/?refby=mfde">Secca</a> testen will, kann die beiden Grundschnitte <em>Regular</em> und <em>Bold</em> kostenlos als Demoversion herunterladen. Für eine kommerzielle Verwendung muss eine Lizenz erworben werden.</p>
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		<title>Cowboyslang</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 09:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hannes von Döhren (HVD Fonts) veröffentlicht seit einiger Zeit regelmäßig Schriften von außerordentlicher Qualität.
Neben ernsthafteren Schriftfamilien wie der Brevia zeigt uns Hannes mit Experimenten wie der Cowboyslang, dass er trotz seines wahnsinnigen Fleißes seinen Humor nicht verliert.

Unverblümt und frech mischt Hannes in der Cowboyslang Saloonbeschriftung mit zeitgemäßer Formensprache. Egyptienne triff auf eierige Kontraste und krumme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-574" title="cowboyslang-teaser" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/10/cowboyslang-teaser-503x251.jpg" alt="cowboyslang-teaser" width="503" height="251" /></p>
<p>Hannes von Döhren (<span class="caps">HVD</span> Fonts) veröffentlicht seit einiger Zeit regelmäßig Schriften von außerordentlicher Qualität.<br />
Neben ernsthafteren Schriftfamilien wie der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/brevia/?refby=mfde">Brevia</a> zeigt uns Hannes mit Experimenten wie der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/cowboyslang/?refby=mfde">Cowboyslang</a>, dass er trotz seines wahnsinnigen Fleißes seinen Humor nicht verliert.</p>
<p><span id="more-569"></span></p>
<p>Unverblümt und frech mischt Hannes in der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/cowboyslang/?refby=mfde">Cowboyslang</a> Saloonbeschriftung mit zeitgemäßer Formensprache. Egyptienne triff auf eierige Kontraste und krumme Linien; das ganze ausgesprochen fett und charakterstark. <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/cowboyslang/?refby=mfde">Cowboyslang</a> riecht nicht nach Retro oder Historienkitsch, sondern passt bestens ins hier und jetzt.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-575" title="cowboyslang-charset" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/10/cowboyslang-charset-503x251.jpg" alt="cowboyslang-charset" width="503" height="251" /></p>
<p><em>Condensed</em>, <em>Regular</em> und <em>Expanded</em> werden vervollständigt durch einen liebevoll gezeichneten Ornament-Schnitt, der nicht nur Ornamente, sondern auch Piktogramme und inszenierte Worte passend zum Western-Genre enthält. Selbstverständlich sucht man nicht lange nach Revolver, Büffel und Ochsenschädel, darüber hinaus stehen aber auch praktische Pfeile und Hände sowie florale Formen zur Verfügung. <em>Das Lied vom Tod</em> spielt die Cowboyslang weniger, ihr vorlautes Auftreten erinnert eher an <em>Vier Fäuste für ein Halleluja</em>.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-576" title="cowboyslang-ornaments" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/10/cowboyslang-ornaments-503x251.jpg" alt="cowboyslang-ornaments" width="503" height="251" /></p>
<p>Wie es für diese junge Generation ambitionierter Typedesigner schon fast selbstverständlich ist, verfügt die Cowboyslang über einen hervorragend internationalisierten lateinischen Zeichensatz – mit exotischen Akzenten als jeder Schildermaler im Wilden Westen in seinem Leben gesehen haben dürfte.</p>
<p>Alleine die Fontsamples sind es mal wieder wert, die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/cowboyslang/?refby=mfde">MyFonts-Seite</a> zu besuchen. Kartoffeldruck auf speckigem Lappen lässt die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/hvdfonts/cowboyslang/?refby=mfde">Cowboyslang</a> so richtig wirken. Erhätlich ist das Komplettpaket zum günstigen Preis von $99, einzelne Schnitte ab $25.</p>
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		<title>Facit</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2009/09/facit/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 19:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hardwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Facit ist eine zeitgenössische Textfamilie ohne Serifen. Tim Ahrens geht Lesbarkeit über Originalität, Funktion über Mode. »Es ist unmöglich, eine un-konventionelle Schrift zu entwerfen. Schrift ist Konvention pur. Deswegen können wir die geschriebenen Worte anderer überhaupt erst lesen.« Bei aller schnörkellosen Sachlichkeit – fade ist die Facit nicht. Ihr Gestalter beschreibt sie als ausgewogene Synthese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/Facit-a-z-1.gif" alt="Facit-a-z-1" title="Facit a-z" width="504" height="659" class="alignnone size-full wp-image-547" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> ist eine zeitgenössische Textfamilie ohne Serifen. <a href="http://new.myfonts.com/person/Tim_Ahrens/?refby=mfde">Tim Ahrens</a> geht Lesbarkeit über Originalität, Funktion über Mode. »Es ist unmöglich, eine un-konventionelle Schrift zu entwerfen. Schrift ist Konvention pur. Deswegen können wir die geschriebenen Worte anderer überhaupt erst lesen.« Bei aller schnörkellosen Sachlichkeit – fade ist die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> nicht. Ihr Gestalter beschreibt sie als ausgewogene Synthese bestehender historischer und moderner Formprinzipien.</p>
<p>Ab sofort ist die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> zu einem neuen, radikal reduzierten Preis erhältlich: Einzelne Schnitte kosten $29 (statt bisher $58) – das sind umgerechnet nicht einmal €20. Die komplette Familie mit 12 Fonts ist für $179 (war $348), also rund €142, zu haben.</p>
<p><span id="more-546"></span><br />
<img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/facit-specimen.gif" alt="facit-specimen" title="Facit-Specimen" width="504" height="604" class="alignnone size-full wp-image-559" /></p>
<p>Die sechs Strichstärken – alle mit Kursive, Kapitälchen und kursiven Kapitälchen ausgebaut – bieten hohe gestalterische Flexibilität. Mit über 720 Glyphen pro Font ist <a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> hinsichtlich der Unterstützung von Fremdsprachen mit den Pro-Fonts von Adobe vergleichbar. </p>
<p>Durch ihre dicktengleichen Versal- und Mediävalziffern für Tabellen lässt sich die Schrift auch ausgezeichnet im Finanzbereich einsetzen. Für die Anwendung im Text gibt es beide Ziffernstile zusätzlich in proportionaler Ausführung, ferner sind hoch- und tiefgestellte Ziffern sowie Bruchziffern enthalten.</p>
<p>Per OpenType-Funktion erhalten versal gesetzte Passagen automatisch eine größere Laufweite. Satzzeichen, Klammern, Währungssymbole, <em>@ &#038; %</em> etc. passen sich abhängig vom Kontext in Position oder Größe an.</p>
<p>Zu einigen Buchstaben sind Alternativformen verfügbar. So kann bei Bedarf etwa ein einstöckiges <em>a</em> oder ein <em>U</em> mit Abstrich aufgerufen werden.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/Facit-a-z-2.gif" alt="Facit-a-z-2" title="Facit a-z" width="504" height="659" class="alignnone size-full wp-image-548" /></p>
<p><a href="http://new.myfonts.com/person/Tim_Ahrens/?refby=mfde">Tim Ahrens</a> arbeitet in England: sowohl als Schriftgestalter als auch als Architekt. Vor seinem <em>MA in Typeface Design</em> an der University of Reading absolvierte er ein Architektur-Studium in Karlsruhe. Bereits 2000 wurde sein erster Schriftentwurf – eine auf Renaissance-Proportionen beruhende Serifenlose – als <a href="http://new.myfonts.com/fonts/linotype/aroma/?refby=mfde">Linotype Aroma</a> veröffentlicht. 2005 gründete er dann unter dem Namen <a href="http://new.myfonts.com/foundry/Just_Another_Foundry/?refby=mfde">Just Another Foundry</a> sein eigenes Label.</p>
<p>Tim ist in der Typo-Szene bekannt dafür, sich neben der Gestaltung selbst auch über die dazu nötigen Werkzeuge und Techniken Gedanken zu machen. Mit den <a href="http://remix-tools.com/">Remix Tools</a> bietet er eine Serie von Plugins an, die den Entwurfs- und Produktionsprozess von Fonts erleichtert. Dieses Jahr veröffentlichte er <a href="http://markbattypublisher.com/books/typography-monographs-volume-2-size-specific-adjustments-to-type-designs-an-investigation-of-the-principles-guiding-the-design-of-optical-sizes/">ein Buch</a> über Fonts mit Designgrößen (<em>Optical sizes</em> – für bestimmte Grade optimierte Schnitte) und die dazu nötigen größenspezifischen Anpassungen.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/facit-vergleich.gif" alt="facit-vergleich" title="Facit im Vergleich" width="504" height="225" class="alignnone size-full wp-image-550" /><br />
<a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> steht in einer Traditionslinie mit anderen in den letzten 15 Jahren populären Serifenlosen. Die Formen der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> sind nüchtern und rational, aber nicht mechanisch-konstruiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Groteskschriften hat sie eine prägnante – nicht bloß geneigte – Kursive; mit eigenen, von der Aufrechten deutlich unterschiedenen Formen. Dabei folgt sie den Formprinzipien geschriebener Schrift jedoch weniger streng als es die neo-humanistischen Serifenlosen holländischer Prägung tun. Die Striche verjüngen sich zwar zu den Einläufen hin, von einem Kontrast kann aber keine Rede sein. <a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> positioniert sich als undogmatische Schlussfolgerung unterschiedlicher Einflüsse.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/Arte_Bregaglia_DSCN3009.jpg" alt="Arte_Bregaglia_DSCN3009" title="Facit in Anwendung" width="504" height="434" class="alignnone size-full wp-image-551" /></p>
<p class="caption"><a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> in Anwendung: ›ArteBregaglia‹, ein Büchlein, das einen Kunstparcours durchs Bergell (Val Bregaglia; am Südrand der Schweiz) dokumentiert.</p>
<p><img src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/Rico_Hikarie_DSCN3036.jpg" alt="Rico_Hikarie_DSCN3036" title="Facit in Anwendung" width="504" height="540" class="alignnone size-full wp-image-552" /></p>
<p class="caption">In dieser zweisprachigen Publikation wurde <a href="http://new.myfonts.com/fonts/justanotherfoundry/facit/?refby=mfde">Facit</a> mit einer japanischen Sans (Hiragino Kaku Gothic) kombiniert. Bei beiden Typen sind die Strichenden radial abgeschnitten (also nicht horizontal wie bei der <a href="http://new.myfonts.com/search/helvetica/?refby=mfde">Helvetica</a> oder vertikal wie beim c der <a href="http://new.myfonts.com/search/futura/fonts/?refby=mfde">Futura</a>). Auch sind beide durch einen strikten Gleichstrich gekennzeichnet, weisen dabei aber eine freie, nicht-konstruierte Kurvenführung auf.</p>
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		<title>St Atmos</title>
		<link>http://www.myfonts.de/2009/09/st-atmos/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 06:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fontschau]]></category>

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		<description><![CDATA[

St Atmos ist die brandneue, superfette Schrift von Sascha Timplan alias Stereotypes. Als verträumte und ungewöhnliche, schaumige Displayschrift kommt sie ganz unverklemmt daher und grinst den Betrachter schelmisch an.

St Atmos erinnert ein wenig an Bubble-Schriften – Schöpfer Sascha besteht jedoch darauf, nie aktiver Graffiti-Künstler gewesen zu sein.
Tatsächlich ist gut zu erkennen, dass Saschas Beschäftigung mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-535" title="st-atmos" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/st-atmos.png" alt="st-atmos" width="504" height="394" /><br />
<a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/?refby=mfde"><br />
St Atmos</a> ist die brandneue, superfette Schrift von <a href="http://new.myfonts.com/person/Sascha_Timplan/?refby=mfde">Sascha Timplan</a> alias <a href="http://new.myfonts.com/foundry/Stereotypes/?refby=mfde">Stereotypes</a>. Als verträumte und ungewöhnliche, schaumige Displayschrift kommt sie ganz unverklemmt daher und grinst den Betrachter schelmisch an.</p>
<p><span id="more-534"></span></p>
<p>St Atmos erinnert ein wenig an <a href="http://new.myfonts.com/search/graffiti+bubble/?refby=mfde">Bubble</a>-Schriften – Schöpfer Sascha besteht jedoch darauf, nie aktiver Graffiti-Künstler gewesen zu sein.<br />
Tatsächlich ist gut zu erkennen, dass Saschas Beschäftigung mit Buchstabenformen weit über den typografischen Horizont des Sprayer-Genres hinaus geht: St Atmos zeigt zwar einen entspannten Einfluss von Street-Art, schafft es aber durch angemessene Würdigung typografischer Traditionen, Besinnung auf eine lesbare Grundkonstruktion und überzeugende technische Qualität, sich deutlich aus dem Fundus ähnlicher Schriften hervorzuheben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-536" title="st-atmos-musik" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/st-atmos-musik.png" alt="st-atmos-musik" width="504" height="259" /></p>
<p>Die handwerklichen Fähigkeiten des Gestalters stammen aus der Schule von Prof. Andreas Hogan von der FH Trier. Das Gespür für Rhythmus und Arrangement bringt Sascha wohl aus seiner früheren Laufbahn als professioneller DJ mit – daher der Foundry-Name <em><a href="http://new.myfonts.com/foundry/Stereotypes/?refby=mfde">Stereotypes</a></em>.</p>
<p>Ungewöhnliche Schlitze geben der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/?refby=mfde">St Atmos</a> eine fast dreidimensionale Anmutung, obwohl Räumlichkeit anfangs weder präsent noch geplant war. In den ursprünglichen Entwürfen sollten die Buchstaben ganz ohne Punzen auskommen und lediglich durch extreme Einkerbungen strukturiert werden. Vielleicht wirkt die Schlauchbootigkeit des Endprodukts auch deshalb nicht aufdringlich; sie ist kein Effekt, der über fertige Buchstaben gelegt wurde, sondern ein konstruktives Merkmal jedes einzelnen Zeichens. Der bekannte Schriftgestalter <a href="http://new.myfonts.com/person/Nick_Shinn/?refby=mfde">Nick Shinn</a> verglich die St Atmos im Forum Typophile.com mit den »großen, weichen <a href="http://www.beatsnothing.com/thepaper/alphabet-male/">Werken</a> von <a href="http://cs.nga.gov.au/Detail-LRG.cfm?IRN=87322&amp;View=LRG">Oldenburg</a>«, einem Künstler, der reale aufgeblasene Buchstaben produzierte.</p>
<p>Sascha hat sich stark von seinem Gespür leiten lassen, um Konsistenz und Spontanität unter einen Hut zu bekommen.<br />
Viele Buchstaben der <a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/?refby=mfde">St Atmos</a> sind kopflastig und haben serifenartige Auswüchse, viele davon einseitig. Das <em>S</em> ist in der Mitte dünn und kniet auf einem massiven Unterschenkel, während das <em>g</em> sein spitzes Knie zum nächsten Buchstaben zu heben scheint. Das <em>y</em> ist ein <em>u</em> mit verlängertem – aber nicht gebogenen – Abstrich.</p>
<p>Wofür die Schrift hervorragend geeignet ist, zeigt Sascha Timplan in seinen <a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/gallery.html?refby=mfde">Schriftproben auf MyFonts.com</a>: Musikplakate, Plattencover, Headlines. Gedacht hat er allerdings nach eigener Aussage oft an Currywurstbudenschilder. Und vielleicht finden wir die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/?refby=mfde">St Atmos</a> irgendwann einmal bei einem qualitätsbewussten Wurstbräter im Kiez – die Tabellenziffern für übersichtliche Preislisten werden jetzt schon mitgeliefert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-537" title="st-atmos-currybude" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/st-atmos-currybude.png" alt="st-atmos-currybude" width="504" height="501" /></p>
<p>Überhaupt ist die <a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/?refby=mfde">St Atmos</a> erstaunlich umfassend ausgebaut für eine Headline-Schrift. Der alleinstehende Schnitt ist mit<a href="http://new.myfonts.com/fonts/stereotypes/st-atmos/regular/characters.html?refby=mfde"> über 650 Zeichen</a> hervorragend gerüstet für Gastspiele osteuropäischer oder isländischer Bands – beziehungsweise für Beschilderungen an Döner- und Köttbullar-Imbissen. Eine Vielzahl lustiger Ligaturen und Schwungbuchstaben sorgt für ein abwechslungsreiches Schriftbild. Sogar Kapitälchen sind enthalten, die so eigenständig wirken, dass sie quasi ein kostenloser zweiter Displayschnitt sind.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-538" title="st-atmos-diacritics" src="http://www.myfonts.de/wp-content/uploads/2009/09/st-atmos-diacritics.png" alt="st-atmos-diacritics" width="504" height="705" /></p>
<p>In näherer Zukunft will Sascha eine waschechte Graffiti-Schrift mit allerhand technischen Raffinessen und einwandfreier »Street Credibility« gestalten. Wenn es ihm dabei  ebenso gut gelingt, wilde Formensprache in ein typografisch und handwerklich einwandfreies Gewand zu kleiden, wird wohl auch die nächste Schrift ein Hit.</p>
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