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7.–22.7.: »Grafikdesign der Nachkriegszeit. Die Lux-Lesebogen-Sammlung 1946–1964« – Ausstellung in Wuppertal


Zwischen 1946 und 1964 erschien im Verlag Sebastian Lux eine Heftreihe für junge Leute. Auf 32 postkartengroßen Seiten zeigte der Lux-Lesebogen die große weite Welt: ferne Länder, berühmte Personen, versunkene Kulturen – das Miniatur-Magazin hatte zum Ziel, das ganze Spektrum des Allgemeinwissens abzudecken. Alle 14 Tage erschien eine neue Edition, zu einem Thema aus Wissen­schaft und Technik, Kunst und Geschichte, Fauna und Flora. Über die Jahre kamen so über 400 Ausgaben zusammen. Gestaltet wurden die Hefte allesamt von Karlheinz Dobsky, welcher nicht nur die Umschläge zeichnete, sondern auch Illustrationen anfertigte und Texte beitrug.

Mit dem Namen Dobsky können heute die wenigsten etwas anfangen. Wie viele seiner Kollegen zählt er zu den vergessenen Helden der Gebrauchsgrafik. Nun hat Michael Schekalla diesen Künstler und sein atemberaubendes Werk wieder zu Tage befördert. Im Rahmen seines Abschlussprojekts an der FH Düsseldorf begab er sich auf Spurensuche. Das Resultat der Diplomarbeit ist ein Buch und eine Ausstellung. Schekalla dokumentiert darin die Geschichte des Lux-Lesebogens und das reichhaltige Schaffen von Karlheinz Dobsky (1909–1975) – und hebt damit einen wichtigen Designschatz der Nachkriegszeit. weiterlesen

6.7.–3.8.: »A Billsticker Type Specimen« – Ausstellung in Leipzig


Ab Freitag, den 6. Juli ist in Leipzig eine Ausstellung über aktuelle Schriftgestaltung zu sehen. »A Billsticker Type Specimen« präsentiert neue Schriftentwürfe von Maurice Göldner, Katharina Köhler, Phillipp Majdamin, Pierre Pané-Farré und Franziska Weißgerber – plakatiert auf einem Billboard. Eine verkleinerte Version dieses Billboards mit den Plakaten der ausgestellten Schriften wird als gebundenes Specimen zu erhalten sein.

Ort der Ausstellung ist das MZIN, Buchhandlung und Projektraum für Grafik und Kunst in der Paul-Gruner-Straße 64. Während der vier Wochen währenden Veranstaltung finden drei begleitende Vorträge statt. Am 11. Juli spricht Dan Reynolds zu Albert Kapr. Die Termine der Vorträge von Christoph Knoth (»Computed Type«) und Maurice Göldner stehen noch nicht fest. Ebenfalls in diese Zeit fällt die Diplomausstellung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Übrigens, die dort angesiedelte und von Fred Smeijers und Stephan Müller geleitete Fachklasse für Typedesign hat seit Kurzem eine neue Website.

Die Ausstellung eröffnet ab 19 Uhr mit einem ABC-Buffet.

Weitere Informationen gibt es beim Mitveranstalter der Ausstellung, dem MZIN Leipzig (mzin.de).

Schwedische Post würdigt Schriftgestaltung mit Sonderbriefmarken


Seit der Erfindung des Postwertzeichens im Jahre 1840 gab es wohl noch keine Briefmarke, die ganz ohne Schrift auskommt. Meist ist darauf zumindest der Frankierwert und die Landesbezeichnung zu lesen, viele Marken sind sogar rein typografisch gestaltet. Dass aber die Schrift selbst im Mittelpunkt steht, war bislang nie der Fall. Die schwedische Post erweist sich nun als wegweisend: Gestern veröffentlichte sie einen Satz Sonderbriefmarken zum Thema Schrift und würdigt damit die Bedeutung von Typedesign für die visuelle Kultur. Die Serie »Typsnitt« stellt das Schaffen schwedischer Schriftgestalter anhand von fünf Beispielen aus verschiedenen Epochen vor.
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14.3.–22.4.: Meine Linie. Schrift und Raum


Der Kunstverein Leipzig zeigt anlässlich der Buchmesse eine Schau über Schrift im Stadtraum. Es ist die dritte Ausstellung in einer Serie, die sich mit Gestaltung in und aus Leipzig beschäftigt. Nach Ausstellungen zu Buchgestaltung und Grafikdesign 2010 (»Mein Block«) und Schrift aus Leipzig 2011 (»Mein Typ«, siehe dazu den Bericht auf MyFonts.de) thematisiert »Meine Linie« verbindende Elemente beider Teilgebiete von Gestaltung, die sich auf den öffentlichen Raum und Architektur beziehen.
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9.2.: Internationale Designkonferenz in München. Verantwortung gestalten – »Respekt und Übermut«


Verantwortung gestalten – »Respekt und Übermut«: Für den 9. Februar 2012 lädt die tgm (Typographische Gesellschaft München) ein zu einer Tagung über die Verantwortung von Gestaltung und Gestaltern. Dieses Thema wurde bereits in einer Vortragsreihe angerissen. Nun wird es anlässlich der ersten Münchner Designwoche, der Munich Creative Business Week, im Rahmen einer Konferenz verdichtet.
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On–Type: Texte zur Typografie




Schriftliebhaber, Philosophen, Typografen und Schriftgestalter haben schon immer weit mehr über Typografie geschrieben, gestritten und gedacht als allgemein bekannt. Diese Diskurse über Typografie lässt die Ausstellung ON–TYPE: Texte zur Typografie im Mainzer Gutenberg-Museum nun überraschend individuell in einem speziell konzipierten Leseraum nachvollziehen, der mit zahlreichen Angeboten zum Betrachten, Hören und Blättern zur Interaktion einlädt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Mai 2012.
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12.–13.1.: Internationale Designkonferenz in Kattowitz (PL)



Bereits zum dritten Mal lädt die Designfakultät der Kunstakademie Kattowitz (Polen) zu einer internationalen Konferenz. Am 12. und 13. Januar stehen Vorträge von über 20 Persönlichkeiten auf dem Programm, darunter bekannte Namen wie die niederländische Schriftgestalter-Legende Gerard Unger, Mediendesign-Pionier und ART+COM-Gründer Joachim Sauter oder Indra Kupferschmid, Professorin an der HBKsaar und Expertin für Schriftklassifikation.

Unter dem Dachthema »Forschung im Grafikdesign / Grafikdesign in der Forschung« geht es einerseits um die Frage, welche Rolle wissenschaftliche Recherche im Grafikdesign spielt und andererseits, wie grafische Gestaltung der Forschung bei der Erlangung von Erkenntnissen helfen kann. Es soll gezeigt werden, wie sich die Disziplinen gegenseitig durchdringen und wie wichtig die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Designern für die Entwicklung unserer Wissensgesellschaft ist.

Volles Programm für den kleinen Geldbeutel

Die Teilnahme an der Konferenz kostet 300 Złoty (ca. 68 €) für beide Tage, bzw. 200 Złoty (ca. 45 €) für ein 1-Tages-Ticket. Studentinnen und Studenten zahlen die Hälfte. Für Lehrende gelten ebenfalls reduzierte Preise.
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Tÿpo St. Gallen


Vergangenes Wochenende fand zum ersten Mal die Tÿpo St. Gallen statt. Zu Gast war das deutsche Forum Typografie, welches sein 25. Bundestreffen in der Ostschweizer Stadt abhielt. Roter Faden des Kongresses: Was ist typisch für die Schweiz? Gibt es sie noch, die Schweizer Typografie?

Ein Ypsilon mit Trema markierte den Weg zum Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum / Schule für Gestaltung (GBS), vor dem Eingang war ein roter Teppich ausgerollt. Mit einer Konferenztasche und einem Biberli begrüßte das Helferteam die über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vor ihnen lag ein Wochenende gefüllt mit 13 vielversprechenden Vorträgen. Viele hatten sich sicherlich auf den Weg gemacht, um die beiden Typografie-Koryphäen Jost Hochuli und Gerrit Noordzij zu hören. Mit Bruno Monguzzi und Ralph Schraivogel standen des Weiteren zwei Stars der Schweizer Plakatgestaltung auf der Rednerliste, ergänzt um internationale Gäste wie die Buchcover-Gestalterin Gabriele Wilson und die Bloggerin Tina Roth Eisenberg aus New York.
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Tÿpo, Typotag, Webfontday, TYPO Day & mehr


Dass das Interesse an Schriftgestaltung und Typografie in der letzten Zeit enorm gestiegen ist, lässt sich unter anderem an der großen Zahl der Symposien, Tagungen und Ausstellungen ablesen.

Im November finden gleich mehrere verlockende Veranstaltungen statt. Manche Termine überschneiden sich sogar, so dass der interessierte Schriftfreund die Qual der Wahl hat. Schön ist das nicht, zielen die kollidierenden Konferenzen doch zumindest teilweise auf das selbe Publikum ab. Eine Koordinationsstelle deutschsprachiger Typo-Events wäre jedenfalls kein Luxus! Hier ein kurzer Überblick über sechs interessante Veranstaltungen der kommenden Wochen.

Blacklecker: tasty fraktur

Wann? Ab Dienstag, den 1. November 2011. Feierliche Eröffnung am Freitag, den 4. November 2011
Wo? In der Mota Italic Gallery, Schliemannstraße 34, Berlin-Prenzlauer Berg
Was? Die 2011 von Sonja und Rob Keller ins Leben gerufene Mota Italic Gallery zeigt bereits die vierte Ausstellung mit zeitgenössischem Typedesign. Dieses Mal stehen die gebrochenen Schriften (englisch: Blackletter) im Mittelpunkt. Die Schau präsentiert aktuelle Positionen von rund 20 Gestaltern aus aller Welt, die sich mit dem Genre der Fraktur und ihrer Verwandten beschäftigen.
Wer? Anton Studer, Bruno Bernard, Corey Holms, Dan Rhatigan, Falk Schwalbe, Frank Grießhammer, František Štorm, Fritz Grögel, Jonathan Barnbrook, Just van Rossum, Karsten Luecke, Ken Barber, Miles Newlyn, Miles Newlyn, Paul Barnes, Ryoichi Tsunekawa, Tim Ahrens, Tomáš Brousil, Underware, Veronika Burian, Yassin Baggar, Zuzana Ličko
Wieviel? Eintritt frei!
Weitere Infos: motaitalic.com/gallery

Type Foundries Today

Wann? Am Donnerstag, den 10. November 2011 ab 19 Uhr
Wo? Im Gestalten Space in den Sophie-Gips-Höfen, Sophienstraße 21, Berlin-Mitte
Was? Gestalten lädt ein zu einem typografischen Abend mit Martin Lorenz (TwoPoints.Net) und Jan Middendorp. Die beiden Herausgeber des kürzlich erschienenen Kompendiums Type Navigator bieten Orientierung in der umtriebigen Szene der Indie-Foundries. Was bedeutet es, einen unabhängigen Klein- oder Kleinstschriftverlag zu führen? Zu Gast sind die Betreiber von LucasFonts und Just Another Foundry.
Wer? Jan Middendorp, Martin Lorenz, Luc(as) de Groot, Tim Ahrens, Shoko Mugikura
Wieviel? Eintritt frei!
Weitere Infos: gestalten.com
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