Creative Characters: Ludwig Übele

Autor: Jan Middendorp

Creative Characters ist MyFonts’ beliebte Reihe monatlicher Interviews mit herausragenden Schriftgestaltern. Zum dritten Mal erscheint eine deutschsprachige Version: diesen Monat präsentieren wir Ludwig Übele.

Viele Leser der Serie zeigen sich erstaunt, wie unterschiedlich all diese Designer doch sind. Auch unser aktueller Gesprächspartner geht seinen ganz eigenen Weg. In einer Zeit, in der pragmatische Groteskfonts und pompöse Schreibschriften Hochkonjunktur haben, zieht er es vor, ausgefallene Textschrift-Familien zu entwerfen: raffiniert im Detail, ruhig und angenehm lesbar in kleinen Größen. Bei aller Hingabe zu fantasievollen Feinheiten verliert der Designer nie das große Ganze aus den Augen – Texte lesbar darbieten und sie gleichzeitig mit einer besonderen Stimme ausstatten. Wenn man dann noch seine ausgesprochen originellen Displayschriften sieht, steht fest: Ludwig Übele ist ein typografischer Tausendsassa.

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Ingeborg

Autor: Frank Rausch

Die sympathischen Typejockeys aus Wien führen mit ihrem Portfolio vor, wie Lettering als entscheidendes Zahnrad in gestalterischen Gesamtkonzepten und ganzheitlichen Erscheinungsbildern funktionieren kann.

Die Kundenprojekte der Typejockeys Anna Fahrmaier, Thomas Gabriel und Michael Hochleitner leben von maßgeschneiderten Buchstaben. Nicht nur Schriftzüge, auch ganze Schriften entstehen exklusiv – sogar für kleinere Kunden. Die Typejockeys schreiben und malen sogar direkt vor Ort auf Schilder und Wände Ihrer Auftraggeber.

Ein besonderes Schmankerl ist die schon seit längerem erhältliche Schriftfamilie Ingeborg.

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TypeTalks2 in Posen

Autor: Florian Hardwig

Vergangenes Wochenende, am 18. und 19. Juni, fanden im polnischen Posen die TypeTalks statt (siehe Ankündigung auf MyFonts.de). Rund 100 Gäste kamen in die schöne Stadt an der Warthe, um sich Ausstellungen und Vorträge anzusehen und ausgiebig über Schrift und Typografie zu diskutieren.


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25.–28.8.: unsichtbar – Symposion der tga in Raabs (A)

Autor: Florian Hardwig

Für Ende August lädt die Typographische Gesellschaft Austria (tga) ins niederösterreichische Raabs an der Thaya. Auf der dortigen Burg, der wohl spektakulärsten Kulisse für eine Designveranstaltung, findet nach zwei Jahren Pause wieder ein Symposion statt, welches der Form des Buches, seinem Inhalt und seiner Lektüren gewidmet ist. Unter dem Titel »unsichtbar« geht es vier Tage lang um den Themenkomplex Lesbarkeit.
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18./19.6.: TypeTalks2 in Posen (PL)

Autor: MyFonts.de

Am 18. und 19. Juni ist es wieder soweit: Zum zweiten Mal finden die TypeTalks statt. Dieses Symposium will Aufmerksamkeit auf die Themen Typografie und Schriftgestaltung lenken und hierzu eine Informationsplattform speziell für den mittel- und osteuropäischen Raum schaffen. Organisiert wird es von Anna Giedryś in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Posen, Kurator der Vortragsreihe ist David Březina.
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Mein Typ. Schrift und Schriftgestaltung aus Leipzig

Autor: Florian Hardwig

Mein Typ – noch bis zum 24. April zeigt der Kunstverein Leipzig unter diesem Titel eine Werkschau lokaler Typedesigner und Typografen. Die von Maurice Göldner, Karen Laube, Britt Schlehahn und Thomas Thiemich organisierte Ausstellung umfasst Arbeiten von knapp 30 Gestaltern, darunter neben bekannten Namen wie Erhard Kaiser, Karl-Heinz Lange und Markus Dreßen auch zahlreiche Studenten und Absolventen der HGB Leipzig und der Burg Giebichenstein, u.a. Veronika Grüger, David Fichtmüller, Anna Lena von Helldorff, Andrej Loll und Janine Thaler.

Vorne: Werke des an der HGB lehrenden Typedesigners Fred Smeijers (Type Now, Sansa, Arnhem). Rechts: Die hier bereits vorgestellte Lapidaria von Andreas Stötzner

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Novel Sans

Autor: Frank Rausch

Vor ein paar Tagen veröffentlichte Christoph Dunst die Novel Sans, das serifenlose Gegenstück zur hier bereits vorgestellten Novel.

Strichführung und humanistischer Duktus orientieren sich eindeutig an der älteren Schwester. Auch einige – insbesondere für Serifenlose unübliche – Details sind ein Tribut an die Novel und deren Vorbilder: Eine offene Punze am P, die nicht manieriert wirkt; ein überlanger Fuß am R, der sich einwandfrei in den Rhythmus einfügt, ein zweiteiliges K – so etwas sieht man im Sans-Serif-Segment eher selten. Ein so breites und offenes C, wie die Novel Sans es trägt, würde dem Typografen Sorgenfalten auf die Stirn bringen, spielte es nicht so harmonisch mit den anderen Buchstaben. Das y der Aufrechten wirkt durch seine Kurvigkeit schon fast kursiv. Erst im Vergleich mit den schwungvollen Interpretationen von y, v und w der tatsächlichen Novel-Sans-Kursiven wirken alle aufrechten Buchstaben doch brav.

Novel Sans ist potent, elegant und stilsicher. Alle Kurven sind mit ausgesprochener Genauigkeit gespannt. Nichts deutet auf jene jahrelange Schufterei mit Bézierkurvenankerpunkten auf dem begrenzten PostScript-Unit-Fontraster hin, die in diesen Entwurf geflossen sein müssen – selbst der kritische Betrachter sieht nichts als meisterhafte Leichtigkeit. Die Novel Sans kommt – genau wie ihr Serifen-Pendant – ohne Ink Traps aus. So treten auch bei extrem großen Anwendungen, wie etwa in Wegeleitsystemen und beim Corporate Design, keine störenden Details zutage.

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Matryoshka

Autor: Florian Hardwig


Eine der jüngsten Eruptionen der Karlsruher Volcano-Fontschmiede bringt uns die Matryoshka. Wie die gleichnamigen russischen Holzpuppen hat es dieses Schriftpaket in sich. Matryoshka besteht aus 7 Strichstärken, von XXS (mager­süchtig) bis XXL (adipös), die zu typografischen Verschachtelungen einladen. Dazu kommt ein Multi-Line-Stil, der in den Proportionen der XXL entspricht. Diese Variante heißt Matryoshka Pregnant – also schwanger; sie trägt alle anderen in sich. Stapelt man die 7 Strichstärken abwechselnd schwarz und weiß übereinander, wäre das Ergebnis identisch mit der Pregnant.
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Ein Jahrhundert Schrift und Schriftunterricht in Leipzig / One Century of Type and Teaching Typefaces in Leipzig

Autor: Florian Hardwig

Wenn man heute auf Studiengänge für Schriftgestaltung zu sprechen kommt, so geht es in der Regel um die beiden bekannten Masterprogramme; zum einen den MA Typeface Design im englischen Reading, zum anderen den MA Type and Media im holländischen Den Haag. Dass es daneben noch eine ganze Reihe weiterer spannender Ausbildungsmöglichkeiten gibt, wird dabei oft vergessen.

Auch in Deutschland besteht die Möglichkeit, Schrift zu studieren: an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig unterrichtet Prof. Fred Smeijers die Klasse Schrift im Feld digitaler Medien. Dieser Studiengang kann auf eine lange und reiche Tradition zurückblicken. Nun ist ein Buch erschienen, das die Geschichte des Leipziger Schriftunterrichts erzählt und wichtige Protagonisten und Kreationen vorstellt.
Banderole – Ein Jahrhundert Schrift und Schriftunterricht in Leipzig / One Century of Type and Teaching Typefaces in Leipzig zum Artikel …

Rooney

Autor: Frank Rausch

In den letzten Jahren hat es sich kaum ein namhafter Schriftproduzent nehmen lassen, seine serifenlosen Klassiker abzurunden und als neue Schrift zu verkaufen. Der Trend ging zur Rounded – und ebbt schon langsam wieder ab.

Jan Fromms Rooney hingegen ist eine Serifenschrift und zudem Round, nicht Rounded – hier wurde nichts nachträglich abgerundet. Die Rundungen sind nicht abgelutscht, sondern von vornherein in die Konstruktion der Buchstaben eingeflossen, vergleichbar mit bekannten Klassikern wie Cooper Black und Souvenir. Natürlich ist Rooney auch noch zeitgenössisch geformt, gut ausgebaut und ausgezeichnet produziert, wie man es schon von Jans Camingo gewohnt ist.

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Fontschau

  • Acorde
  • Cast
  • Ingeborg
  • Novel Sans
  • Matryoshka
  • Rooney
  • Heimat Sans
  • Tierra Nueva: die Kunst der Interpretation
  • Oliva
  • Lapidaria
  • Novel
  • Fraktendon
  • MyFonts.de Neujahrs-Aktion: HvD Bumper für 10 $
  • Aeronaut & Ivory
  • Mary Read
  • Secca
  • Cowboyslang
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