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Zenon


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Riccardo Olocco ist ein italienischer Schrift- und Grafikdesigner, der in Bozen und London lebt. Sein besonderes Interesse gilt der Erforschung venezianischer Renaissance-Schriften des 15. Jahrhunderts. Er absolvierte 2013/14 den Masterstudiengang Typeface Design im englischen Reading. 2013 gründete er gemeinsam mit Marta Bernstein, Erasmo Ciufo und Luciano Perondi die Foundry CAST (Cooperativa Anonima Servizi Tipografici – »Namenlose Genossenschaft für typografische Dienste«), die seit kurzem auf MyFonts vertreten ist. Aus diesem Anlass stellen wir in einer dreiteiligen Serie seine Schriftfamilien Zenon, Brevier und Gramma vor.
 

Zunächst werfen wir einen Blick auf die Zenon, die Riccardo Olocco im Rahmen seines Masterstudiengangs begonnen hat. Der eleganten Antiqua lag die Frage zugrunde, wie heute eine zeitgemäße Interpretation einer Renaissance-Antiqua aussehen kann, ohne direkt an bestimmte Revivalschriften des 20. Jahrhunderts anzuknüpfen. Bereits zuvor hatte er sich intensiv mit der Analyse von historischen Schriftmustern beschäftigt. Ergebnis ist eine frische, lebhafte Antiqua mit Einflüssen verschiedener historischer Schriften, die aber moderne, vereinheitlichte Proportionen besitzt. weiterlesen

Typo 9010. Digitale Schriften aus Tschechien 1990–2010


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Tschechien zählt zur Weltspitze, was die Produktion von interessanten Schriftarten angeht. Das kleine Nachbarland im Osten hat eine erstaunliche Zahl von innovativen Schriftgestaltern und Foundries hervorgebracht. Diese Woche ist eine Publikation erschienen, die diesem Umstand Rechnung trägt und das reichhaltige Schriftschaffen in Brno, Prag und anderswo umfassend dokumentiert. weiterlesen

Capri


Capri

Die Capri ist keine ganz neue Schrift. Bereits 2011 war sie auf Fountain erschienen, der »independent, friendly digital type foundry« aus dem schwedischen Malmö. Der viel zu frühe Tod von Label-Betreiber Peter Bruhn (1969–2014) bedeutete ein trauriges Ende für Fountain. Viele der innovativen Schriften waren für lange Zeit vom Markt verschwunden und werden erst nach und nach von anderen Foundries adoptiert – hier eine Liste der auf MyFonts erhältlichen ehemaligen Fountain-Fonts. Auch die Capri hat nun ein neues Zuhause gefunden. Ihr Entwerfer Felix Braden hat sie unter seiner eigenen Floodfonts-Flagge als Capri Pro neu herausgebracht.
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»Anschlag« – Berliner Plakate auf dem Plakatfestival Weltformat in Luzern


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Im Juli letzten Jahres hatten wir an dieser Stelle die Ausstellung »Das Luzerner Plakat« in Berlin-Neukölln angekündigt, die vom Berliner Designer Sven Lindhorst-Emme in Zusammenarbeit mit Weltformat kuratiert wurde. Ein gutes Jahr später findet nun ab den 26. September die siebte Ausgabe des Plakatfestivals Weltformat in Luzern statt, mit einem reichhaltigen und vielfältigen Programm (PDF). Gezeigt wird unter anderem eine breite Auswahl Schweizer Tourismusplakate – Klassiker aus dem 19. und 20. Jahrhundert neben frischen Arbeiten aus der Luzerner Hochschule für Design & Kunst; ausgewählte Werke von jungen Grafikern aus Südkorea; die Preisträger des Wettbewerbs »100 beste Plakate – Deutschland Österreich Schweiz« und eine Retrospektive zum Schaffen von Mel­chior Imbo­den, dem Gestalter des diesjährigen Fes­ti­valplakats.

Grafik: Melchior Imboden. Animation: Josh Schaub

Tourismusplakate

Schweizer Tourismusplakate: Historisches von Herbert Matter (links), Retrospektives von Erich Brechbühl (rechts). Abb.: Weltformat

Nicht zuletzt gibt es eine Fortführung der letztjährigen Ausstellung in Berlin: »Anschlag« versammelt einen Überblick zeitgenössischer Plakate von in Berlin tätigen Designern. Dem aktuellen Zeitgeist in der Gestaltung und insbesondere der Designszene Berlins folgend werden 100 Plakate von Newcomern und renommierten Designstudios wie Cyan, LSD, HeSign, Henning Wagenbreth, EPS51, Ruddigkeit, Ariane Spanier, Surface und vielen weiteren zu sehen sein. Sven Lindhorst-Emme kuratierte die Ausstellung diesmal zusammen mit Fons Hickmann; beide sind selbst renommierte Plakatgestalter. Die beiden fokussierten in ihrer Auswahl auf Werke, die eine imaginäre Grenze von Design und Kunst überschreiten. »Anschlag« wird von 26.9. bis 5.10.2015 im Rahmen des Weltformat Plakatfestivals in Luzern zu sehen sein.

Wir haben Sven Lindhorst-Emme ein paar Fragen gestellt.
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Tÿpo St.Gallen: Tempo


Sankt Gallen in der Ostschweiz ist seit Jahrzehnten ein bedeutendes typografisches Zentrum im deutschen Sprachraum. Das Vorbild Jost Hochulis, Typograf, Schriftgestalter und Autor von international renommierten Werken über das Büchermachen, hat den Nachwuchs geprägt, ohne ihn stilistisch zu sehr zu beeinflussen. Offenheit und Anti-Dogmatismus kennzeichnen die Haltung der grafischen Szene in St.Gallen.

2011 hat die Stadt ihre Gastgeberrolle des 25. Bundestreffens des Forums Typografie ergriffen, um eine neue Initiative zu lancieren: die zweijährliche Konferenz Tÿpo St.Gallen. Wir berichteten von der Premiere zum Thema »Typisch Schweiz?« als auch über die zweite Folge, wo sich hochkarätige Fachreferate mit dem Tagungsthema »Weißraum« auseinandersetzten. Diesmal ist MyFonts.de sogar als Sponsor dabei. Vom 18. bis zum 20. September findet, erneut an der örtlichen Schule für Gestaltung, die dritte Ausgabe der Tÿpo statt, diesmal unter dem Motto »Tempo«.

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In memoriam Hermann Zapf, 1918–2015


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Hermann Zapf, 2005 (Foto: Martin Joppen)

Vergangenen Donnerstag ist Hermann Zapf im Alter von 96 Jahren gestorben. Im Fontblog hat Jürgen Siebert die wichtigsten Stationen aus dem langen und erfüllten Leben des weltweit bekannten Schrift- und Buch­künstlers nachgezeichnet. Für die Süddeutsche und den Deutschland­funk hat Ulf Erdmann Ziegler einen Nachruf verfasst. Auch die New York Times würdigt den Meister der schönen Schrift.

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Im Gedenken an den herausragenden Schriftgestalter möchte ich ein paar Bilder meines Lieblingsschriftmusters teilen. Es ist die Probe zur erweiterten Palatino-Familie, mitsamt ihren nahen und fernen Verwandten, von Aldus, Michelangelo und Sistina über Heraklit und Phidias bis in zu Virtuosa, Kompakt (»der muskelbepackte Schwager«), Saphir und Gilgengart. Sie wurde etwa 1960 von der D. Stempel AG und der Linotype GmbH in Frankfurt am Main herausgegeben. Die typografische Gestaltung des Hefts stammt von Zapf selbst.
Ergänzt werden diese Bilder von zwei Arbeiten aus der Sammlung von Jan Middendorp, die Zapfs kalligrafische Seite zeigen.
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Heimat Display


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Christoph Dunst hat für seinen Schriftverlag Atlas Font Foundry in den letzten Jahren ein umfangreiches Schriftportfolio mit zwei Superfamilien aufgebaut:

Seine Novel gibt es mit und ohne Serifen, proportional und gleichbreit, als Haarlinien-Variante und abgerundet. Als Experte fürs Corporate Design ist Christoph wichtig, dass seine Schriften die Antwort auf alle Fragen eines Erscheinungsbilds sein können. Deshalb kamen auch bei der Heimat Sans, einer Schrift mit streng geometrischer Herkunft, immer mehr Stile hinzu: Neben der Serifenlosen gibt es inzwischen eine Schablonenvariante, eine Monospace und die Leseschrift Heimat Didone.

Der neueste Streich ist die Display-Variante mit ausgeprägtem Strich­stärkenkontrast, die der Heimat Didone ähnlich ist, aber keine Serifen besitzt und in der Konstruktion der Ur-Heimat entspricht. weiterlesen

Assai – viel hilft viel


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Jürgen Weltin ist bekannt für seine umfangreichen, praktikablen und im Stil oft humanistisch geprägten Familien Agilita, Finnegan und Mantika. Jetzt hat er etwas völlig Andersartiges veröffentlicht. Die Assai besteht aus nur einem Schnitt; sie als vielseitig verwendbar zu bezeichnen wäre glatt gelogen. Ihre Zeichen sind sehr breit, sehr fett, sehr dunkel, sehr schwer. Daher auch der Name: Mit dem italienischen assai (viel, sehr) wird in der Musik eine Angabe wie z.B. allegro gesteigert: allegro assai – sehr flott. weiterlesen

Haptic Script


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Sieben Jahre nach der Veröffentlichung seiner eigenwilligen, fröhlichen Groteskschrift Haptic gibt es bei Henning Skibbe überraschenden Familienzuwachs: Die Haptic Script. Geplant war sie schon lange – die ersten Skizzen entstanden bereits kurz nach dem Erscheinen der Ur-Haptic.

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