Autor: Frank Rausch
Auf den ersten Blick wirkt die serifenlose CamingoDos streng, geradlinig, eckig und dabei extrem präzise. Der Kontrast zwischen horizontalen und vertikalen Strichen ist gering, die runden Grundformen haben durchweg eine ausgeprägte Tendenz zur Quadratigkeit. Und doch liegt der CamingoDos eine humanistische Strichführung zugrunde. In Verbindung mit den offenen Formen und den relativ großen Ober- und Unterlängen entstehen ein angenehmes Schriftbild und eine hervorragende Lesbarkeit – auch für längere Texte.

Obwohl CamingoDos neutral und kontrolliert auftritt, ist sie in großen Graden alles andere als langweilig. Ihre prägnante und robuste Formensprache ist gut geeignet für Corporate und Editorial Design. Dass die CamingoDos vielen Betrachtern – trotz ihrer Eigenheiten – wie ein alter Bekannter vorkommt, liegt vermutlich an den deutlichen Den Haager Einflüssen, die Jan durch seine jahrelange Arbeit für die Typedesign-Koryphäe Luc(as) de Groot verinnerlicht und zu seinem eigenen Stil ausgebaut hat.
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Autor: Florian Hardwig

In der Regel kommen Setzer und Typografen bei ihrer Arbeit mit Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen aus. Für manche Sonderfälle reichen diese Grundzutaten jedoch nicht aus: eine Urkunde verlangt nach einer schönen Bordüre, ein Etikett soll mit einem eleganten Kranz veredelt werden, einer Titelseite fehlt noch das gewisse Etwas. Genau für diese feierlichen Anlässe hat Andreas Seidel von astype eine Kollektion kalligrafischer Schwunglinien, Schnörkel und floraler Ornamente zusammengestellt.
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Autor: Frank Rausch
Wenn man Henning Skibbes Schrift Haptic in sehr groß anschaut, bekommt das Wort Groteskschrift plötzlich seine Berechtigung zurück: Die Haptic ist tatsächlich eine groteske Schrift. Und das war auch Hennings selbst abgesteckte Herausforderung: Wie viel Eigenwilligkeit kann eine Textschrift ertragen?
Das Ergebnis ist beeindruckend. Mit ihren runden Anstrichen, den leicht schrägen Abstrichen und den vielen fröhlichen Schwüngen strahlt die Haptic Freundlichkeit und Wärme aus – ohne dabei an Seriösität zu verlieren. Die Haptic dürfte besonders gut im Corporate Design funktionieren, wenn ein Unternehmen auf subtile Weise zugänglich und sympathisch aussehen möchte. Wortmarken und Überschriften sind charmant und einprägsam, Fließtext lässt sich hervorragend lesen.
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Autor: Frank Rausch

Gebrochene Schriften waren schon immer beliebt bei Tätowierern und Tätowierten. Fraktur & Co. sind ornamental, klassisch, rustikal – dagegen würden die moderneren und neutraleren serifenlosen Linearantiquaschriften auf der Haut einfach nicht so zeitlos wirken, dass man sich ein Leben lang an sie binden möchte.
In den letzten Jahren haben sich digitale Fraktur-Revivals gehäuft, auch dank Judith Schalanskys Liebeserklärung an diese Schriftgattung, Fraktur mon Amour. Abseits der historisierenden oder modernisierenden Neuauflage geht die Schrift Authentic Ink von Florian Schick einen eigenen Weg: Sie kombiniert die groben Formen der Fraktur mit verspielten, fast kitschigen Details.
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Autor: MyFonts.de

Die PTL Skopex Gothic der Berliner Designerin Andrea Tinnes ist eine zeitgenössische Serifenlose mit vertikaler Ausrichtung und vielen verspielten Details. Sie hat einen deutlichen Einschlag amerikanischer Groteskschriften, wirkt aber insgesamt europäisch und eigenständig.
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Autor: MyFonts.de

Die Vorlage zur außergewöhnlichen Schreibschrift Luxus Brut findet sich am Eingang einer Wiener Buchbinderei: Ein Ladenschild aus der Nachkriegszeit.
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Autor: Jan Middendorp

Der österreichisch-niederländische Grafiker Stefan Schlesinger zeichnete unzählige elegante und attraktive Alphabete. Zwei davon sind jetzt in einer Neuedition bei Canada Type erschienen: Serena™ und Minuet™.
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Autor: MyFonts.de

Georg Seifert ist wohl einer der schnellsten und produktivsten Gestalter in der deutschen Schrift-Szene. Trotzdem dauert es seine Zeit, eine geschliffene und durchdachte Schriftfamilie zu vollenden: Fünf Jahre arbeitete Georg Seifert an seiner umfassend ausgebauten Graublau Sans Pro. Mit ihren 7 Strichstärken und über 1000 Glyphen pro Schnitt eignet sich die Schriftfamilie für alle erdenklichen typografischen Aufgaben – ob im Werksatz oder als Displayschrift.
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Autor: MyFonts.de

Marat ist die bisher erfolgreichste Schrift des jungen deutschen Designers Ludwig Übele, der an der KABK (Königliche Akademie) in Den Haag ein Master-Studium Type+Media absolvierte.
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Autor: MyFonts.de

Jan Tschicholds ›leicht und schnell konstruierbare Schrift‹ · 1930
Iwan Reschniev ist eine sauber und neutral konstruierte, vielseitige Schrift mit einem ungewöhnlichen Namen. Die ebenso ungewöhnliche Entstehungsgeschichte handelt von Nusstorten, Quizfragen und einem großen Typografen:
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