Autor: Jan Middendorp
Creative Characters ist MyFonts’ beliebte Reihe monatlicher Interviews mit herausragenden Schriftgestaltern. Zum zweiten Mal erscheint eine deutschsprachige Version: diesen Monat präsentieren wir Hannes von Döhren.

Würde man den Erfolg, der Hannes von Döhren in der letzten Zeit auf MyFonts zuteil wurde, als ›beachtlich‹ bezeichnen, wäre das eine glatte Untertreibung. In nicht mal einem Jahr hat der Berliner Designer eine ganze Reihe beeindruckender, origineller Fonts herausgebracht. Sein Repertoire reicht von der gewitzten Pseudo-Wildwest-Slab Cowboyslang bis zur eben erschienenen, von Renaissance-Schriften inspirierten Livory. Die nostalgisch angehauchten Brandon Grotesque und Reklame Script haben es beide in die aktuellen Top-10 der Bestsellerliste geschafft. Seine Schriften erlauben es Hannes mittlerweile, das zu tun, von dem er nicht genug kriegen kann – noch mehr Schriften zu entwerfen.
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Autor: Frank Rausch

Veruschka Götz’ Buch »Fixierte Gedanken« verspricht, auf rund 100 Seiten die komplette Geschichte unserer Schrift zu erzählen; uns einen komprimierten Blick auf die Entwicklung des Schreibens, der Buchstaben und Zahlen zu vermitteln.
Beginnend mit den Ursprungsformen bei den Phöniziern und Ägyptern, den Griechen und Römern, werden gut verständlich und kurzweilig die Wege und Umwege der Lettern in unser heutiges System aus Versalien und Minuskeln beschrieben.
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Autor: Florian Hardwig
Von der Tornado-Glyphe, den Vorzügen des Studentenstatus, Typo-Snobs und der Kunst der Kuppelei

Im ersten Teil des Berichts zu den TypeTalks in Brno hatte ich die Präsentationen von Michael Hochleitner, Rob Keller und mir selbst zusammengefasst. Hier in Teil 2 geht es um das Nachmittagsprogramm der TypeTalks, mit Vorträgen von Veronika Burian, Dan Rhatigan, Dan Reynolds und Tomáš Brousil.

Gut gestärkt mit tschechischen Knedlíky und Palačinky findet sich das Publikum nach der Mittagspause wieder im Haus der Künste ein.
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Autor: Florian Hardwig
Von Schreibschrift-Dialekten, technischen Wirrungen und den Vorzügen des Lettering

Vergangene Woche fanden im tschechischen Brno zum ersten Mal die TypeTalks statt. Organisiert wurde dieses eintägige Symposium vom ortsansässigen Schriftgestalter David Březina und einigen seiner Studenten. Über 100 interessierte Grafikdesigner und Typografen aus Tschechien, der Slowakei und Österreich, aber auch aus Polen, Deutschland und sogar England folgten der Einladung und kamen am 21. Juni ins Haus der Künste in der Brünner Altstadt.

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Autor: MyFonts.de

Die jüngste Veröffentlichung von Andreas Stötzner hat es in sich: Lapidaria ist die wohl erste ›dreihäusige‹ Serifenlose – eine Schriftfamilie mit integrierter Unziale. Stötzner charakterisiert die Lapidaria als »geometrisch mit humanem Antlitz«; es ist eine kühle Schrift mit geometrischer Anmutung, die jedoch nicht konstruktivistisch daherkommt.
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Autor: MyFonts.de

Schrift und Typografie werden in der Visuellen Kommunikation und dem Grafikdesign oft nur stiefmütterlich behandelt – trotz der großen kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung, die ihnen zweifelsohne zukommt. Besonders akut ist dieser Missstand im postkommunistischen Mitteleuropa. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat David Březina zusammen mit einigen seiner Grafikdesign-Studenten von der Fakultät für bildende Künste an der TU Brno (Tschechien) das Projekt TypeTalks ins Leben gerufen. TypeTalks will Aufklärungsarbeit leisten und sowohl bei Designprofis als auch Studenten das Bewusstsein für das Potential von Schriftgestaltung und Typografie schärfen.
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Autor: Frank Rausch

Die Novel hat ihren Namen nicht von ungefähr – Christoph Dunst wollte beim Entwurf der Novel nicht das Rad neu erfinden, sondern eine verdammt gute Renaissance-Antiqua zeichnen; eine Schriftgattung, die gerne in Romanen und Lesebüchern verwendet wird.
Dabei hat er es geschafft, holländischer zu sein als viele Holländer. Die Perfektion jeder einzelnen Kurve, das umfassende Verständnis des Schreibwerkzeugs und seiner Spuren stehen unverkennbar in der Tradition Gerrit Noordzijs.
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Autor: Jan Middendorp
Auf extra: Enzyklopädie der experimentellen Druckveredelung und Letterlap folgt als dritter und letzter Teil unserer Miniserie zum Wettbewerb »Die schönsten deutsche Bücher« ein weiteres für seine hervorragende Gestaltung ausgezeichnetes Buch. Jan Middendorp bespricht den Atlas der abgelegenen Inseln von Judith Schalansky, in der Typo-Welt bekannt als Autorin von Fraktur mon Amour.

Judith Schalansky ist weder eine Designerin, die auch schreibt, noch eine Dichterin, die auch Ahnung von Grafik hat. Die Berlinerin ist ein zweihundertprozentiges Doppeltalent, und in beiden Feldern – Literatur und Typografie – drückt sie sich mit bewundernswertem Formgefühl und Schwung aus.
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Autor: Florian Hardwig
Nach extra: Enzyklopädie der experimentellen Druckveredelung stellen wir im zweiten Teil unserer Miniserie zu den »Schönsten deutschen Büchern« einen weiteren Preisträger dieses Wettbewerbs für Buchgestaltung vor. Florian Hardwig hat sich Letterlap angesehen, ein Buch, das sich den Formen und Hintergründen von gestickter Schrift widmet.

Letterlap ist ein zweiteiliges Werk. Unter dem Titel Stickschriften. Eine Mustersammlung. werden auf sieben Faltblättern insgesamt 60 Schriftproben präsentiert. Diese Beispiele wurden von Janine Thaler im Rahmen ihrer Diplomarbeit 2006 ab der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zusammengetragen und digitalisiert.
Ergänzt werden die Faltblätter durch ein Leseheft mit dem Titel Gestickte Schrift. Zwanzig Stichpunkte zur Geschichte einer textilen Schreibtechnik. Auf 64 Seiten beleuchtet der Autor Jan Wenzel darin verschiedene Aspekte der Kulturgeschichte des Stickens im Allgemeinen und die der damit geschaffenen Buchstaben im Speziellen.
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Autor: Frank Rausch
Jährlich kürt die Stiftung Buchkunst »Die schönsten deutschen Bücher« und würdigt damit Werke, die vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung sind. Am aktuellen Wettbewerb nahmen 440 Einsender mit insgesamt 1.035 Titeln teil. In zwei Jurydurchgängen wurden daraus 64 Bücher für eine Auszeichnung auserkoren: 47 Bücher erhielten eine Prämiierung, 17 weitere eine Anerkennung. Diese »schönsten Bücher« wurden – gemeinsam mit den Jahresbesten aus anderen Ländern – auf der Leipziger Buchmesse präsentiert.
MyFonts.de stellt drei dieser Preisträger – Bücher mit Bezug zu Typografie und Grafikdesign – näher vor. Den Anfang macht Frank Rausch, der sich extra: Enzyklopädie der experimentellen Druckveredelung vorgenommen hat.

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