CamingoDos
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Auf den ersten Blick wirkt die serifenlose CamingoDos streng, geradlinig, eckig und dabei extrem präzise. Der Kontrast zwischen horizontalen und vertikalen Strichen ist gering, die runden Grundformen haben durchweg eine ausgeprägte Tendenz zur Quadratigkeit. Und doch liegt der CamingoDos eine humanistische Strichführung zugrunde. In Verbindung mit den offenen Formen und den relativ großen Ober- und Unterlängen entstehen ein angenehmes Schriftbild und eine hervorragende Lesbarkeit – auch für längere Texte.

Obwohl CamingoDos neutral und kontrolliert auftritt, ist sie in großen Graden alles andere als langweilig. Ihre prägnante und robuste Formensprache ist gut geeignet für Corporate und Editorial Design. Dass die CamingoDos vielen Betrachtern – trotz ihrer Eigenheiten – wie ein alter Bekannter vorkommt, liegt vermutlich an den deutlichen Den Haager Einflüssen, die Jan durch seine jahrelange Arbeit für die Typedesign-Koryphäe Luc(as) de Groot verinnerlicht und zu seinem eigenen Stil ausgebaut hat.
Jan Fromm begann die Arbeit an der Camingo im Jahre 2004.
»Die Gestaltung der Camingo bedeutete für mich ein ständiges Balancieren zwischen den beiden Extremen Lesbarkeit und Charakter. Ich habe die Formen der Buchstaben etliche Male überarbeitet, um zu einem Ergebnis zu kommen, das genau dazwischen liegt.«
Im Jahr 2008 überarbeitete Jan die Camingo und entschied sich aufgrund der umfangreichen Veränderungen und Verbesserungen, der zweiten Inkarnation zur Unterscheidung das Suffix Dos anzuhängen.

Die CamingoDos enthält viele typografische Extras. Je nach Ausstattung (Standard oder Pro) gibt es Kapitälchen, verschiedene Ziffernarten (inklusive Kapitälchenziffern), Ligaturen, Pfeile und etliche Buchstaben-Alternativen. Die Schrift gibt es in sieben Garnituren (ExtraLight bis Black) mit passender Kursive, sowie als Standard- und Pro-Versionen in drei verschiedenen Breiten: Normal, SemiCondensed (Std | Pro) und Condensed (Std | Pro). Insgesamt kommt die CamingoDos auf einen Umfang von 42 Fonts, die alle voll ausgebaut sind. Somit bietet die Schrift sich für ein extrem breites Anwendungsspektrum in allen Medien an.

Ligaturen (Pflicht und Kür), Größen- und Positionsvarianten vieler Sonderzeichen für Kapitälchen und Versalsatz

Zahlenvarianten und passende Währungszeichen: Mediävalziffern, Versalziffern, Kapitälchenziffern; jeweils nicht-proportional (für Tabellen) und proportional

Formvarianten: Alternatives g, a und y; eckige oder runde Punkte






































